Bärlauch, Gänseblümchen und Holunderblüten – im Frühling und Sommer sprießen in Parks, auf Grünflächen und am Wegesrand zahlreiche wilde Kräuter.

Bei der Ernte gibt es jedoch einiges zu beachten. Die Initiative „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft erklärt, welche Orte sich zum Sammeln eignen und worauf man beim Pflücken achten sollte.

Pflanzen sicher bestimmen

Gänseblümchen

Die erste Regel beim Sammeln von wilden Kräutern lautet: Nur Pflanzen pflücken, die man kennt und sicher bestimmen kann. Denn einige giftige Pflanzen sehen den essbaren Varianten zum Verwechseln ähnlich. So gleicht zum Beispiel der Bärlauch in seinem Aussehen den Maiglöckchen und Herbstzeitlosen. Und der leckere Wiesenkerbel ist nur für das geübte Auge vom giftigen Schierling zu unterscheiden. Für den Anfang ist es deshalb sicherer, auf bekannte Arten wie Brennnessel oder Löwenzahn zurückzugreifen und zum eindeutigen Bestimmen Fachliteratur oder Apps zu Rate zu ziehen.

 

 

Wo darf ich sammeln – was ist erlaubt?

Holunderblüten

Im Park, auf der Wiese oder am Flussufer – in der Stadt wachsen vielerorts Wildkräuter. Doch nicht jeder Ort eignet sich zum Pflücken. Damit die Pflanzen nicht zu stark mit Abgasen belastet sind, sollten sie nicht direkt neben stark befahrenen Straßen wachsen. Darüber hinaus sollten Orte gemieden werden, an denen viele Menschen, Hunde und Katzen unterwegs sind. Pflanzen, die nah am Boden wachsen, könnten sonst mit Keimen belastet sein. Ob Sammeln erlaubt ist oder nicht, hängt davon ab, wo die Pflanzen wachsen und wem sie gehören. Tabu sind generell private oder verpachtete Grundstücke sowie Pflanzen, die eigens kultiviert werden. Ansonsten greift Paragraf 39 des Bundesnaturschutzgesetzes, auch Handstraußregel genannt. Sinngemäß heißt es darin: Für den persönlichen Bedarf und in geringen Mengen dürfen wilde Pflanzen geerntet werden – sofern die oben genannten Kriterien erfüllt sind, sie nicht unter Artenschutz stehen oder in Naturschutzgebieten wachsen.

Kräuter richtig ernten
Beim Pflücken von Wildkräutern gilt es, behutsam vorzugehen. Die Pflanzen sollten niemals mitsamt Wurzeln aus der Erde herausgerissen werden. Am besten werden die Blätter und Blüten mit einem Messer oder einer Schere abgeschnitten. Außerdem sollte man immer einen Teil des Vorkommens stehenlassen, damit neue Pflanzen nachwachsen können. Um die Ernte möglichst unbeschadet nach Hause zu transportieren, eignen sich luftige Körbe, Jutebeutel oder auch Papiertüten.

 

 

 

 

 

Viel Spaß bei der Ernte