Kochen am Tisch statt in der Küche – besonders an Silvester ist das Schweizer Nationalgericht Raclette in vielen Familien längst Tradition.

Kaum ein Gericht fördert die Geselligkeit so nachhaltig wie das unterhaltsame Bruzeln mit der Extraportion Käse. Ob kross gegrilltes Fleisch, zarter Fisch, knackiges Gemüse oder wie in unserem Rezept für Walliser Raclette mit Riesengarnelen.

Wir wünschen einen schönen und geselligen Silvesterabend

Weiteres delikate und raffinierte Raclette-Rezepte finden Sie hier

Walliser Raclette AOP mit Riesengarnelen

Zutaten (für 2 Personen):
2 Zwiebeln in 6 Stücke zerteilt, 300 g Walliser Raclette AOP, 1 kleine Papaya, 1 grüne oder rote Chilischote, 1 Handvoll Koriandergrün, 300 g Riesengarnelen

Zeitbedarf: Vorbereitung 15 Min.

Die Papaya klein würfeln. Chilischote in Ringe schneiden. Die Korianderblättchen abzupfen. Garnelen mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Garnelen darin von jeder Seite etwa 30 Sekunden braten. Sofort aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Papaya, Chili, Koriander und Garnelen auf Schälchen verteilen. Nach Belieben in Raclette- Pfännchen einschichten. Mit Walliser Raclette AOP belegen und backen.

Der Käse im Rezept: Walliser Raclette AOP wird ausschließlich im Kanton Wallis in kleinen Dorf- und Alpkäsereien aus Rohmilch hergestellt und ist ein hundertprozentiges Naturprodukt. Die würzigen Bergkräuter der Region verleihen dem Walliser Raclette AOP seinen einzigartigen frischen und würzigen Geschmack. Einer Legende nach ist der Walliser Raclette Käse an einem feuchten Herbsttag in den Rebbergen entstanden: Die Winzer arbeiteten trotz fürchterlicher Kälte und setzten sich zur Mittagszeit um ein Feuer, um neue Kräfte zu sammeln. Einer von ihnen, ein gewisser Léon, wünschte sich sehnlichst eine warme Mahlzeit und kam auf die Idee, seinen Käse über den Flammen in einen cremigen Genuss zu verwandeln: Das Raclette war geboren.

Unser Tipp: Da der Käse noch heute nach altem Rezept garantiert ohne Konservierungs- oder Zusatzstoffe hergestellt wird, kann auch die Rinde als knusprig-krosse Delikatesse bedenkenlos mitverzehrt werden.

Schweizer Älpler-Raclette

Zutaten (für 4 Personen): 600-800 g Raclette Suisse 200-300 g, gegarte Pasta, z.B. Hörnli oder Spiralen, 2-4 EL Bratcrème oder Öl, 8 Tranchen Speck, halbiert, Essiggemüse, z.B. Cornichon, Pfeffer

Zubereitungszeit: Vorbereitung 20 Min., Kochzeit 26 Min.

Zubereitung: Pasta mit Bratcrème oder Öl mischen, portionenweise in die Pfännchen geben und im Racletteofen braten.

Raclettekäse zusammen mit Speck darauflegen, Käse schmelzen lassen. Pfeffern und mit Essiggemüse dazu servieren.

Der Käse im Rezept: Raclette Suisse Raclette ist neben Käsefondue das zweite Schweizer Nationalgericht und blickt auf eine lange Tradition zurück: Der Legende nach hat sich bereits Wilhelm Tell 1291 „Bratchäs“, wie Raclette damals noch genannt wurde, schmecken lassen. Damals wurde ein größeres Stück vom Käselaib direkt am offenen Feuer erwärmt und der duftende geschmolzene Käse auf einen Teller gestreift. Vom französischen „racler“ für abschaben leitet sich der Name „Raclette“ ab. Raclette Suisse wird heute noch nach altem Rezept mit viel Liebe und großem handwerklichem Können hergestellt. Unser Tipp: Angelehnt ist das Älpler-Raclette an ein weiteres Schweizer Traditionsgericht – die Älplermagronen. Nach der harten Arbeit ein bei den Sennen beliebtes Gericht aus reichlich Käse, Nudeln und traditionell außerdem Kartoffeln.

Fotos: Schweizer Käse