Das Großherzogtum Luxemburg, der Zwergstaat im Herzen Europas, grenzt an Deutschland (Saarland, Rheinland-Pfalz), Frankreich und Belgien.

Die Hauptstadt ist Luxemburg vor Ort in der Landes-Sprache luxemburgisch: Lëtzebuerg. Die luxemburgische Küche ist sowohl einfach als auch international. Einfach, da viele Rezepte ihren Ursprung in der ländlichen Lebensweise haben, die Luxemburg über viele Jahrhunderte geprägt hat. International durch die jahrhundertelange Fremdherrschaft und natürlich ab dem 19.Jahrhundert durch die vielen europäischen Einwanderer.

In den zahlreichen Restaurants können die Gäste internationale aber auch schmackhafte lokale Gerichte entdecken. Zu den Gerichten trinkt man entweder einen luxemburgischen Moselweißwein oder eines der herzhaften heimischen Biere.

Das milde Klima in der Moselgegend begünstigt im Herzogtum den Weinbau. Erfreuen sich die luxemburgischen Weine und Crémants auch im Ausland großer Beliebtheit. Als Weißweine werden in Luxemburg ein frischer Riesling, ein trockener Elbling, fruchtige Auxerrois und Rivaner serviert. Der Pinot Noir sowie ein sehr würziger Gewürztraminer vervollständigen das Sortiment der Weine.

Eine weitere Luxemburgische Spezialität, sind die „Eaux-de-vie“, die Edelbrände und Liköre. Kirschen, Mirabellen, Zwetschgen, Mirabellen, Äpfel, Holunder und Schlehen werden zu feinen Bränden verarbeitet und gerne in den Lokalitäten serviert.

Nicht vergessen darf man das Bier, die Braukunst blickt im Großherzogtum auf eine lange Tradition zurück. schon seit dem Mittelalter wird hier Bier gebraut. Clausel, Okult, Den Heischter, Ourdaller, Béierhaascht sind eine kleine Auswahl von Biersorten die man in Luxemburg geniesen kann.

Die bekannteste und beliebteste Speise der luxemburgischen Ardennen ist der Ardennerschinken, der fast immer mit Brot unter dem Namen „Hameschmier“ serviert wird. Eine besonders delikate Spezialität die jeder Besucher unbedingt probieren muss ist der sogenannte Kachkéis – ein gekochter Käse, der oft auch mit Gewürzen verfeinert und mit Bauernbrot serviert wird. Besonders beliebte und landestypische Gerichte sind Judd mat Gaardebounen, geräuchertes Schweinefleisch mit dicken Bohnen oder die Kniddelen, Knödelchen aus einem Mehlteig die mit gebratenen Rauchfleischwürfelchen in Sahne serviert werden. Fritür: sind kleine, gebratene Moselfische, die ohne Besteck verzehrt werden oder Träipen gebratene Blutwurst mit Apfelkompott. Unbedingt probieren muss man natürlich eine Quetschentaart, Pflaumenkuchen oder ein soufflée au kirsch

Was sich auf alle Fälle lohnt ist ein Abstecher nach Fréiseng um dort bei Lea Linster einzukehren. Für alle die, die das nicht schaffen hier der Link zu unseren Lea Linster Rezepten.

Unser Luxemburger Rezept ist ebenfalls auf den meisten Speisekarten zu finden die Bouneschlupp, Bohnensuppe.
Der Luxemburger serviert hierzu besonders im Sommer ein frisches Stück Mirabellen oder Quetschentaart.

Rezept: Bouneschlupp

Zubereitungszeit: 15 Minuten + 30 Minuten Kochzeit
Zutaten: 4 Personen

  • 500 g frische grüne Bohnen
  • 250 g Speck, geräuchert
  • 2-3 El Rapsöl
  • 1 Stange Lauch
  • 2 grosse Zwiebel
  • 5 festkochende Kartoffeln
  • 1 große mehlige Kartoffel
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1-2 Teelöffel Gewürznelken
  • 2 Teelöffel getrocknetes Bohnenkraut
  • Salz
  • schwarze Pfeffer
  • Muskatnuss
  • 2 l Rinderbrühe
  • 6 geräucherte Mettwürste oder Kassler
  • Sauerrahm

Zubereitung:

  1. Die Bohnen waschen, putzen und in 5 cm grosse Stücke schneiden. Den Lauch putzen und gründlich waschen und in feine Streifen schneiden.Kartoffeln schälen, waschen und in Würfel schneiden. Die mehlig kochende Kartoffel fein reiben, sie gibt der Suppe die Bindung Zwiebel schälen und würfeln..
  2. Den geräucherten Speck würfeln. Das Rapsöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel, den Speck und das Lauch etwas anschwitzen. Mit der Fleischbrühe auffüllen.
  3. Lorbeerblätter, Gewürznelken und Bohnenkraut in einen Teefilter füllen (kann man dann später besser entfernen) und zur Suppe geben. 10 Minuten köcheln lassen und dann die Bohnen sowie die geriebene Kartoffel zugeben. Die Suppe ca. 15-20 Minuten weiter köcheln bis die Bohnen und Kartoffel gar sind.
  4. Die Mettwürste ca. 10 Minuten vor Kochende zufügen. Zum Schluss die Suppe mit Salz, schwarzem Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
    Vor dem Servieren der Bohnensuppe den Gewürzbeutel entfernen und mit Sauerrahm verfeinern.

Gudden Appétit!

 

 

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