Liebe geht durch den Magen – ein Motto, von dem vor allem am 14. Februar gerne Gebrauch gemacht wird.

Aus den schmackhaften Erdäpfeln lassen sich nämlich nicht nur viele Gerichte von salzig bis süß zaubern, zudem galt die tolle Knolle in früheren Zeiten als Aphrodisiakum und als ausgewiesene Liebespflanze.

Von Bauhin bis Casanova:

Die Kartoffel ist ein ganz besonderer Liebesapfel. Zahlreiche Autoren schrieben der Kartoffel eine aphrodisierende Wirkung zu: Der Schweizer Mediziner Theodor Zwinger III. urteilte im 17. Jahrhundert, die Kartoffel befördere die „ehelichen Werke“ und der Botaniker Caspar Bauhin meinte, sie sei „besonders hilfreich für alle, die die Blüte ihrer Jahre überschritten haben“. Der Dichterfürst Goethe schwärmte von den Pellkartoffeln seiner geliebten Christine und verlangte, sie sollte ihm täglich zwölf Stück davon zubereiten. Auch der berühmte venezianische Schriftsteller und Frauenheld Giacomo Casanova war ein erklärter Fan der Knolle: In seinen Memoiren nennt er ausdrücklich ein Kartoffelgericht als Leibspeise, nämlich Spinatgnocchi in Gorgonzolasoße.

Kartoffelblüten im Königinnen-Haar:

Aber nicht nur auf dem Esstisch war die Kartoffel hoch geschätzt: Ihre Blüte galt als erlesene Kostbarkeit und wurde sogar mit Orchideen verglichen. Kartoffelblüten waren eine besondere Zierde für Liebes- und Brautsträuße und die französische Königin Marie Antoinette trug Kartoffelblüten im Haar, um König Ludwig XVI. zu betören.

Multitalent für zauberhafte Gerichte:

Heute ist die Kartoffel mehr denn je geeignet, genussreiche Gerichte zuzubereiten. Denn dank ihrer zahllosen Verwendungsmöglichkeiten lassen sich mit der tollen Knolle viele zauberhafte Speisen und sogar Desserts für jeden Geschmack zubereiten. So zum Beispiel süße Kartoffelwaffeln, die zum Valentinstag natürlich am besten in Herzform schmecken.

Rezept: Süße Kartoffelwaffeln

Zutaten:

  • 250 g festkochende Kartoffeln (gekocht)
  • 60 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 4 Eier
  • 1 EL Mehl
  • 6 EL Schlagsahne
  • Butter zum Ausbacken Waffeleisen

Zubereitung

  1. Zunächst bereits gekochte, abgekühlte festkochende Kartoffeln – hier können auch Kartoffeln vom Vortag verwendet werden – mit dem Stampfer zerdrücken. In einer Schüssel die weiche Butter mit dem Zucker schaumig rühren.
  2. Dann die Eier vorsichtig trennen, das Eiweiß zur Seite stellen und das Eigelb in die Schüssel geben. Mehl, Schlagsahne und die gestampften Kartoffeln hinzufügen und alles zu einer homogenen Masse mixen.
  3. In einer zweiten Schüssel das Eiweiß einige Minuten schlagen, bis es steif ist und Spitzen bildet. Vorsichtig unter den Teig rühren.
  4. Nun das Waffeleisen anheizen, mit Butter bestreichen und den Teig schöpflöffelweise ausbacken. Regelmäßig neue Butter nachlegen, damit die Waffeln nicht klebenbleiben.

Die Waffeln schmecken besonders gut mit Schlagsahne und Früchten, zum Beispiel Himbeeren.

 

Foto: KMG