Das kleine Einmaleins der Eiswürfel

Dass Eis nicht gleich Eis ist, liegt nicht jedem sofort auf der Hand.

Es gibt unzählige Formen: Vom klassischen Eiswürfel über Eiskegel bis hin zu Eisherzen oder Eiskugeln. Doch welches Eis ist nun wofür gut? Und – gibt es überhaupt einen Unterschied?
Wir nehmen Sie mit auf eine Reise zum kleinen Einmaleins der Eiswürfel-Kreationen.

Milchig vs. Kristallklar

Sicher kennen Sie die milchigen Eiswürfel aus dem Tiefkühlfach ihres Kühlschranks. Bei den edlen Eiswürfeln aus einem klirrenden Whiskey-Glas fällt hingegen sofort auf, dass es sich hierbei um kristallklare Eiswürfel handelt. Wie kommt dieser Unterschied zustande? Das Geheimnis liegt in der Dauer des Gefrierens. Wenn Wasser schnell gefriert – wie im heimischen Kühlschrank – werden kleine Luftbläschen mit eingeschlossen, welche das Eis milchig färben. Und weil Luft ein guter Wärmeleiter ist, sieht klares Eis nicht nur hochwertiger aus, es schmilzt auch langsamer.

Professionelle Eisbereiter

Langsam frierende und glasklare lassen sich nur mit professionellen Eisbereitern etwa der Marke NordCap arbeiten zubereiten, wie sie in Gastronomiebetrieben eingesetzt werden. Diese Maschinen lassen das Eis nicht nur langsam gefrieren, sondern bringen es auch in die gewünschte Form: von gestoßenem Eis bis hin zu großen kompakten Eiswürfeln oder Eiskugeln.
Alle kompakten Eiswürfel sind hervorragend für Getränke geeignet, die zwar gekühlt, aber nicht verwässert werden sollen – was bei den meisten pur genossenen Spirituosen von Whiskey über Rum, Scotch oder auch Gin unbedingt wichtig ist. Aber auch Longdrinks, die überwiegend aus Spirituosen bestehen, werden durch glasklare Eiswürfel verfeinert.
Damit haben wir das nötige Grundverständnis für die Verwendung von Eis in Cocktails bereits intus.

Caipirinha und Bacardi-Cola

Cocktails, wie der Caipi oder der Mai Tai aber werden mit gestoßenem Eis zubereitet. Dieses sogenannte Crushed-Eis ist in viele kleine Teile zersplittert, besitzt eine große Oberfläche, und schmilzt schnell. Genau das ist auch erwünscht, denn der Caipirinha entfaltet sein charakteristisches Aroma erst, wenn er durch Zugabe von kühlendem Wasser „geöffnet“ wird.

Würde man aber beispielsweise eine Bacardi-Cola mit gestoßenem Eis zubereiten, würden sich viele über den verwässerten Drink zurecht beschweren.

Ab sofort können Sie die nächsten Wochenend-Cocktails nicht nur besser beurteilen, sondern mit ein wenig Backgroundwissen über die wichtige Zutat Eis sicher auch besser genießen – und vor Ihren Freunden mit Insider-Wissen glänzen. Na dann, der Sommer kann kommen. Prost.

 

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