Vor einigen Tagen haben wir Ihnen das wunderbare Kochbuch „Dowton Abbey Teatime“ vorgestellt.

Heute verraten wir aus diesem außergewöhnlichen Kochbuch ein besonders feines, wenn auch etwas aufwändige Rezept für den sogenannten Battenbergkuchen. Einem Five 0´Clock Tea wie bei Graf und Gräfin von Grantham steht nichts mehr im Wege.

Dieser englische Kuchenklassiker mit dem charakteristischen Schachbrettmuster, daher auch Domino- oder Kirchenfensterkuchen, wurde anlässlich der Hochzeit von Königin Victorias Enkelin Victoria mit Prince Louis of Battenberg 1884 kreiert. Aufgrund der ablehnenden Stimmung gegenüber den Deutschen in Großbritannien während des Ersten Weltkriegs gab Battenberg 1917 seine deutschen Titel auf und nahm den englischen Namen Mountbatten an, den auch sein Enkel Prince Philip heute noch trägt.

Rezept: Battenbergkuchen

für 8–10 personen
FÜR DIE BISKUITS

  • 170 g weiche ungesalzene Butter,plus etwas mehr für die Form und die Folie
  • 170 g Mehl (Type 405), plus etwas mehr für die Form und die Folie
  • 40 g Mandelmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 200 g Zucker
  • 3 Eier, Zimmertemperatur
  • 3/4 TL Vanilleextrakt
  • 1/2 TL Mandelextrakt
  • 60 ml Milch
  • 1–3 Tropfen rote (oder rosa) Lebens mittelfarbe

ZUM ZUSAMMENSETZEN

  • 105 g Aprikosenkonfitüre
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • 200 g Marzipan (am besten weißes)

Zubereitung:

  1. Für die Biskuits den Backofen auf 165 °C vorheizen und eine quadratische Kuchenform (20 x 20 x 5 cm) einfetten. Ein 20 x 30 cm großes Rechteck aus Alufolie zuschneiden und zu sammenfalten, sodass ein Rechteck von 20 x 15 cm entsteht. Die langen Seiten zur Kante hin falten und dann wider halb herunterklappen, sodass in der Mitte ein etwa 5 cm hoher Trennstreifen entsteht – das Ganze sollte in etwa so aussehen wie ein umgedrehtes T. Den Trennstreifen mittig in die Kuchenform geben und gut einfetten. Die Seiten der Kuchenform und den Trenn streifen leicht mit Mehl bestäuben.
  2. Mehl, Mandelmehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel gut vermischen. Die Butter in einer großen Schüssel mit dem Handrührgerät auf mittlerer Stufe etwa 1 Minute schaumig rühren. Auf die höchste Stufe schalten, den Zucker einrieseln lassen und 2–3 Minuten weiterrühren, bis eine dicke, helle Masse entsteht. Nach und nach die Eier und schließlich Vanille- und Mandelextrakt unterrühren. Die Hälfte der Mehlmischung dazugeben und auf niedrigster Stufe unterrühren, anschließend die Milch und dann den Rest der Mehlmischung unterrühren, bis eine glatte Masse entsteht.
  3. Die Masse in zwei Portionen (à etwa 400 g) teilen, eine davon in eine Hälfte der Form geben und glatt streichen. 1 Tropfen Lebensmittelfarbe zur restlichen Masse geben, vorsichtig unterheben (nach Bedarf kann man auch mehr Lebens mittelfarbe verwenden, bis der gewünschte Farbton erreicht ist) und dann die rosafarbene Masse in die andere Hälfte der Kuchenform geben.
  4. Die Biskuits 32–34 Minuten backen. Bleibt an einem hineingesteckten Holzstäbchen kein Teig mehr haften, sind sie fertig. Die Biskuits in
    der Form auf einem Kuchengitter etwa 15 Minuten abkühlen lassen und dann mit einem Messer vorsichtig von den Seiten lösen. Ein Kuchengitter auf die Form geben, Form und Kuchengitter greifen – hierfür unbedingt Topflappen verwenden! – und die Biskuits stürzen.
  5. Die Form vorsichtig anheben, den Trennstreifen beiseite geben und die Biskuits auf dem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.
    Die Aprikosenkonfitüre in einen kleinen Topf geben und bei schwacher Hitze erwärmen, bis sie flüssig ist. Die flüssige Konfitüre anschließend durch ein feines Sieb in eine kleine Schüssel passieren.
  6. Einen der Biskuits auf die Arbeitsfläche geben und mit einem Messer zuschneiden, sodass er überall gleich dick und möglichst regelmäßig ist. Die Höhe des Biskuits abmessen (das sollten etwa 3 cm sein) und dann mithilfe eines Lineals der Länge nach zwei möglichst gleichmäßige Streifen von der gleichen Breite zuschneiden. Mit dem zweiten Biskuit wiederholen, sodass insgesamt vier möglichst gleichmäßige Streifen entstehen. Diese schließlich noch auf die gleiche Länge (etwa 18 cm) zuschneiden.
  7. Das Marzipan auf einer mit Puderzucker bestäubten Arbeitsfläche mit einem Nudelholz zu einem Rechteck von etwa 20 x 29 cm ausrollen. Wenn das Marzipan leicht klebrig ist, einfach mit etwas Puderzucker bestäuben. Das Marzipan schließlich zu einem akkuraten Rechteck von etwa 18 x 26,5 cm zuschneiden.
  8. Mit einem Spatel eine dünne Schicht Konfitüre in die Mitte des Marzipanrechtecks geben und der Länge nach verstreichen, sodass ein Streifen von etwa 13 cm Breite in der Mitte mit Konfitüre bedeckt ist. Einen rosa Biskuitstreifen auf den Konfitürestreifen setzen, sodass er am Rand mit diesem abschließt, und die nach innen zeigende Seite mit einer dünnen Schicht Konfitüre bestreichen. Dann einen hellen Biskuitstreifen daneben auf den Konfitürestreifen setzen und die beiden Streifen vorsichtig zusammendrücken. Eine dünne Schicht Konfitüre auf den Streifen verteilen, dann den zweiten rosafarbenen auf den hellen Streifen setzen, die nach innen zeigende Seite mit einer dünnen Schicht Konfitüre bestreichen und schließlich den zweiten hellen auf den rosa Streifen setzen, sodass ein Schachbrettmuster entsteht.
  9. Die aufeinandergesetzten Biskuitstreifen rundherum mit einer dünnen Schicht Konfitüre überziehen. Das Marzipan von einer Seite nach oben über die Biskuitstreifen falten, leicht andrücken und die Kante mit den Fingern mit etwas Wasser befeuchten. Das Marzipan von der anderen Seite ebenfalls nach oben falten und die überlappenden Kanten zusammendrücken. Den Kuchen wenden, sodass die überlappenden Kanten unten sind, in Frischhaltefolie einschlagen und vor dem Servieren mindestens 1 Stunde und bis zu 3 Tagen kalt stellen.

Den fertigen Kuchen in Stücke schneiden und gekühlt oder bei Zimmertemperatur servieren.

 

Titel: Downton Abbey – Teatime
Verlag: DK Verlag
Preis: 19,95 Euro

 

 

 

 

 

Fotos: © DK/Verlag John Kernick ; © Carnival Film & Television Limited