Zeit für Paprika, das Trendgemüse – gesund, schnell zubereitet und selbst als Dessert unschlagbar

Jeder kennt sie, aber nur die wenigsten wissen, was alles in ihr steckt und was sie alles kann: die Paprika.

In der Gastronomie entwickelt sich das Superfood derzeit zu einem echten Dauerbrenner. Zu Recht, denn die Schote, die mit ihrem ersten Fan, nämlich Christoph Kolumbus aus Zentralamerika nach Europa gekommen ist, setzt nicht nur als Lieferant für Vitamine und Mineralstoffe Maßstäbe. Auch in Sachen Vielfalt und Geschmack ist es an der Zeit, ihr Potential gerade dort zu entdecken, wo es keiner vermutet. Also Vorhang auf für kandierte Paprika, Smoothie & Co.

Na klar, die mit Hack gefüllte Paprikaschote ist ein Klassiker und schmeckt – richtig zubereitet – ganz ausgezeichnet. Aber die Paprika kann mehr und sie kann vor allem auch ganz anders, nämlich als überraschend vielseitige Zutat in der Dessertküche. Die gilt zwar als lecker, aber oft auch als verführerisches Hindernis auf dem Weg zur Idealfigur. Zugegeben: mit Paprika als Zutat wird sich das nicht grundlegend ändern, aber mit ihrem hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen wie Kalzium, Natrium, Folsäure und Eisen sind die bunten Alleskönner nicht nur für das gute Gewissen da. So enthält die rote Paprika bis zu 140 mg Vitamin C pro 100 g – beinahe doppelt so viel wie die Kiwi und sogar dreimal so viel wie die Orange.

Dass die farbenfrohe Paprikafamilie auch in der Dessertküche immer beliebter wird, hat aber noch einen anderen Grund. Denn mit ihrer angenehmen Süße und dem frischen, intensiven Geschmack sind nicht nur Sorten wie die bei Kindern besonders beliebte orangene Snack-Paprika die perfekte Zutat, um klassische Rezepte raffiniert zu verfeinern und neue Kreationen auszuprobieren. Zum Beispiel lassen sich die Schoten hervorragend kandieren und so als Topping für alle möglichen Desserts verwenden. Fein gewürfelte Paprika, frische Vanille, ein wenig Wasser und Zucker – mehr braucht es nicht, um beispielsweise aus einer einfachen Quarkspeise ein Erlebnis zu machen. Etwas mehr Aufwand, aber unvergleichlich lecker: Kandierte Paprika auf geeister Maracuja-Mascarpone-Tarte.
Ob zum Nachtisch, als frische Alternative zum Aperitif oder einfach als kleine Zwischenmahlzeit, wenn es gesund und trotzdem lecker und originell sein soll – der schnelle Paprikasmoothie mit Mango, Joghurt und Honig kann alles. Dabei ist der Vitamincocktail nicht nur denkbar einfach zubereitet, sondern dank der harmonisch aufeinander abgestimmten Zutaten auch geschmacklich ein absolutes Highlight. Hier darf die Paprika einmal mehr zeigen, was in ihr steckt.

Schnell zubereitet und vielseitig einsetzbar sind sie beide: die kandierten Paprika und der Paprikasmoothie. Und für alle, denen jetzt schon das Wasser im Mund zusammenläuft, hier die Rezepte.

Paprikasmoothie

Zutaten für 4 Personen:

  • 500 ml Joghurt (3,5 %)
  • 1 frische Mango (oder 125 g tiefgekühlte Mango)
  • 2 gelbe Paprika
  • 1 Esslöffel Honig

Zubereitung:

  1. Mango entlang des Kerns halbieren und Kern auslösen. Ein Gittermuster in die Hälften schneiden. Anschließend umstülpen, so dass das Fruchtfleisch nach außen liegt. Das Fruchtfleisch entlang der Schale abschneiden.
  2. Paprika in vier Teile schneiden und die Kerne entfernen. Paprika zu Saft mixen.
  3. Joghurt, Paprikasaft und Mangostücke im Mixer oder einer Küchenmaschine mixen und nach Belieben mit einem Esslöffel Honig verfeinern.

 

Kandierte Paprika

Zutaten für 4 bis 6 Personen:

  • ¼ rote Paprika, geputzt und entkernt
  • ¼ Vanilleschote
  • 50 g Zucker
  • 50 ml Wasser

Zubereitung:

  1. Paprika in kleine Würfel schneiden. Vanilleschote längs halbieren und auskratzen.
  2. Vanillemark und Schote zusammen mit dem Zucker und Wasser aufkochen.
  3. Paprikawürfel dazugeben, nochmals aufkochen und dann vom Herd nehmen.
  4. Die Paprika für mindestens 3 Stunden, besser über Nacht, in dem Fond ziehen lassen.

Tipp: Je nach Belieben lassen sich für die kandierten Paprika auch gelbe und orangene Schoten verwenden.

 

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