Was hat der Bärlauch mit dem Bär zu tun? – mit Rezept für foodies-Bärlauch-Butter

Der Bärlauch gehört zu der Gattung der Laucharten und ist somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch.

Gefunden haben wir viele verschiedene Namen für den Bärlauch. So wird er im Aargau in der Schweiz Kremser genannt, im Raum Göttingen heißt er Remsen und in vielen Regionen nennt man ihn großer Knoblauch oder Knoblauch des Waldes.

Wir mussten bei der Suche nach dem Bär im Bärlauch ziemlich weit in die Vergangenheit reisen. Bei den alten Germanen wurden wir schließlich fündig. Der Bär wurde von den Germanen als besonders starkes Tier verehrt und deshalb sollen sie besonders wirksame Heilpflanzen auch nach ihm benannt haben – so auch den Bärlauch.

Eine weiter Möglichkeit für den „Bär“ im Namen des Krautes: Der Legende nach sollen sich die Bären nach der Winterruhe im Frühjahr zuerst am würzigen Bärlauch sattgefressen haben. Diese Legende kann durchaus stimmen, da Bären Allesfresser sind und unter anderem sehr gerne Kräuter verzehren.

Verehrung hin, Legende her, sicher ist, dass Kaiser Karl der Große in einer Landgüterverordnung befohlen hat, dass in jedem Garten der kaiserlichen Güter Heilpflanzen – darunter auch Bärlauch –angepflanzt werden müssen. Diese Verordnung übernahmen viele Privatleute auch für ihre Gärten und so hielt der Bärlauch auch hier Einzug.

In den Klöstern des Mittelalters war der Bärlauch allerdings nicht so gerne gesehen. Der Geruch von Bärlauch und auch des Knoblauchs galten als unrein und wurden teilweise sogar mit dem Teufel in Verbindung gebracht.

So geriet der Bärlauch langsam wieder in Vergessenheit und wurde lediglich von einigen Bäuerinnen in den Alpen im Frühjahr als Heilkraut nach dem langen Winter genutzt. Diese Frauen gaben ihr Wissen stets mündlich an die nächste Generation, sodass man bis vor einigen Jahren wenige bis gar keine schriftlichen Rezepte mit Bärlauch fand.

In den letzten zehn Jahren sorgten experimentierfreudige Köche für eine Renaissance des gesunden Krautes und verarbeiteten den Bärlauch für ihre Gerichte. Somit findet man heute wieder auf vielen Speisekarten im Frühjahr zahlreiche leckere Gerichte, die mit Bärlauch zubereitet werden.

foodies Tipp:
Ein Tee aus frischem Blättern soll gegen Frühjahrsmüdigkeit helfen. Beim Trocknen verliert der Bärlauch allerdings seine Wirkung und den guten Geschmack.

Rezept: foodies-Bärlauch-Butter

Baerlauchbutter_UBZutaten:

  • 250 g Butter
  • 8-10 Blätter frischer Bärlauch (je nach Größe)
  • etwas Salz
  • Zitronenabrieb (Bio-Zitrone)
  • eine kleine Knoblauchzehe
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Butter aus dem Kühlschrank in eine Schüssel geben und warten bis diese weich ist.
  2. Die Bärlauch-Blätter waschen und gut trocken schleudern. Anschließend mit einem Mixer pürieren.
  3. Die weiche Butter und das Bärlauch-Püree im Mixer gut verrühren.
  4. Knoblauchzehe in die Butter drücken und gut unterrühren.
  5. Mit etwas Zitronenabrieb, Salz ud Pfeffer nach Geschmack würzen.
  6. Die Butter auf Alufolie geben und zu einer Rolle formen.
  7. Die Rolle in den Kühlschrank oder den Tiefkühler geben und bei Bedarf verwenden.

foodies Tipp: Schmeckt sehr gut zu einem Steak

2 Kommentare

  1. Suse Mohr 14. April 2015 um 20:13 Uhr - Antworten

    Schmeckt der Tee dann nicht nach Knofi?

    • Ute Porz 14. April 2015 um 20:14 Uhr - Antworten

      Nein, schmeckt er nicht. Einfach mal versuchen…

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