Warum wird an Sankt Martin Gans gegessen?

Heute, am 11.11., wird bekanntermaßen vielerorts traditionell wieder die Martinsgans gegessen.

Doch wie genau ist denn das Federvieh  zu seinem Namen gekommen?

Die Gans ist nach dem heiligen Sankt Martin benannt,  der im vierten Jahrhundert nach Christus  im französischen Tours in Zentralfrankreich gelebt hat. Nach seinem 25-jährigen Militärdienst gründete der sehr gläubige Martin 375 nahe Tours  das Kloster von Marmoutier . Weil er schnell den Ruf eines Nothelfers und Wunderheilers  erlangte, wollte das Volk, dass der asketisch lebende  Martin von Tours zum Bischof geweiht wurde. Doch das behagte ihm nicht und er versteckte sich, so die Legende, in einem Gänsestall. Doch die Gänse schnatterten so laut, dass er schließlich doch entdeckt wurde. Seitdem ist es angeblich Tradition, an Sankt Martin eine Gans zu essen.

Eine andere Erklärung besagt, dass in der Zeit des mittelalterlichen Lehnswesens die Vasallen am 11.11 an ihren jeweiligen Herren eine Lehnsabgabe leisten mussten, die oftmals in Form einer Gans dargeboten wurde. Somit gab es dann am 11.11. beim Lehnsherrn gebratene Gans.

Wie dem auch sei. Die traditionelle Martinsgans wird in Deutschland meist mit Rotkohl und Semmelknödeln oder Kartoffelknödeln serviert. Aber auch Maronen, gefüllte Bratäpfel oder Wirsing-Gemüse schmecken sehr gut zur Martinsgans.

Die foodies-Redaktion wünscht allen Lesern gutes Gelingen bei der Zubereitung der Martinsgans und einen guten Appetit.

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