So schmeckt´s im Rheingau – zu Besuch im Krug in Hattenheim – mit Rezept für einen Handkäsekuchen

Weiter geht unsere Reise durch den schönen Rheingau.

Nach unserem Besuch bei Christian Buer im Restaurant Höerhof in Idstein sind wir heute in Hattenheim im „Weinhaus zum Krug“ bei Josef Laufer.

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Krug in Hatteneheim

In dritter Generation führt Josef Laufer das Weinhaus zum Krug in Hattenheim – als Küchenchef, Gastgeber und Sommelier.
Den Krug kennt im Rheingau jedes Kind. Hier treffen sich die Einheimischen und ihre Gäste zum sinnenfrohen Tafeln. Das liebevoll und mit viel Sachkenntnis renovierte Fachwerk Ensemble ist schon lange auch bei Touristen kein Geheimtipp mehr für gute Küche. Der Krug ist gleichzeitig auch ein Hotel und wer Glück hat, ergattert eines der schönen Zimmer des Hauses und kann sich dann ganz dem Wein-Genuss hingeben ohne Risiko für den Führerschein. Denn die Liebe zum Wein wird im Krug ganz groß geschrieben und die Weinkarte ist ein umfangreiches Buch, dessen verheißungsvoller Inhalt selbst bei Kennern für Überraschungen sorgt. Wein ist eines der Hobbys von Josef Laufer und so fehlt der Traumstoff auch in der Küche nicht. Zum Beispiel beim Handkäsekuchen, der bestens in den Spätsommer passt.

Gerne hat uns Josef Laufer sein Rezept für diesen ganz besonderen und speziellen Käsekuchen verraten.

Rezept: Handkäse Käsekuchen mit Senfkorn-Sauerkirschen

Handkäsekuchen mit Senfkorn-Sauerkirschen

Handkäsekuchen mit Senfkorn-Sauerkirschen

Zutaten:

Käsekuchen

  • 125 g weiche Butter
  • 100 g geröstete Pinienkerne
  • 150 g Mehl
  • 20 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 1 Msp. Gemahlener Kreuzkümmel
  • Linsen zum Blindbacken (siehe unten foodies-Küchengeflüster)
  • 125 ml Weißwein
  • 125 ml Sahne
  • 30 g Speisestärke
  • 2 Eier
  • 250 g Handkäse (nicht gereift)
  • 250 g Quark
  • Salz und Pfeffer a. d. Mühle

Senfkorn – Sauerkirschen:

  • 1 El Senfkörner
  • 150 ml Rotwein
  • 80 g Zucker
  • 200 ml Rotwein
  • 1 Zimtstange
  • 1 Sternanis
  • 1 Msp. gemahlene Wachholderbeeren
  • 1 Tl Senf
  • 100 g getrocknete Sauerkirschen

Zubereitung
Käsekuchen:

  1. Die Pinienkerne fein hacken und anschließend alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig nun für mind. 2 Stunden kalt stellen. Jetzt den Teig auf einer mehlierten Arbeitsfläche dünn ausrollen, Kreise in der Größe der Förmchen ausstechen und in die zuvor ausgebutterte Förmchen legen. Nun ebenfalls rund ausgeschnittenes Backpapier auf den Teig in den Förmchen geben gut andrücken und mit rohen getrockneten Linsen ausfüllen. Bei 200°C ca. 8 -10 Minuten hellbraun blindbacken und anschließend auskühlen lassen.
  2. Weißwein, Sahne, Speisestärke und Eier gut miteinander verquirlen, den Handkäse über eine Küchenreibe grob reiben und zugeben. Nun den Quark unterheben und die Masse noch mit Salz und Pfeffer leicht würzen. Die Masse in die blindgebackenen Kuchenböden gießen und dann im Backofen nochmals bei 160°C für ca. 20-25 Minuten backen. Herausnehmen, kurz auskühlen lassen und dann aus der Form nehmen.

Senfkorn-Sauerkirschen

  1. Die Senfkörner in einem Gefäß mit 150 ml Rotwein über Nacht oder für mind. 6 Stunden einweichen. Zucker in einem Topf nur hell karamellisieren lassen, Gewürze zugeben, mit dem Rotwein ablöschen und dann um ca. die Hälfte langsam einköcheln lassen.
  2. Jetzt Anis und Zimtstangen herausnehmen und mit einem Mixstab den Senf einarbeiten. Die getrockneten Sauerkirschen in den noch warmen Sud geben, einmal aufkochen lassen, dann die eingeweichten Senfkörner zugeben und langsam auskühlen lassen

Den Käsekuchen mit den Kirschen servieren und dazu natürlich ein Glas Wein aus dem Rheingau.

 foodies-Küchengeflüster:
Blindbacken:
Blindbacken_FoBlindbacken ist eine Backtechnik, die beim Backen eines Kuchenbodens genutzt wird, der anschließend mit einer Masse gefüllt werden soll. In diesem Fall soll der äußere Rand des Bodens aufgehen der Teigboden aber flach bleiben, das Ganze also eine Art Schüssel bilden. Der Teigboden wird hierzu mehrmals mit einer Gabel eingestochen, bis auf den Rand mit Backpapier ausgelegt und mit getrockneten Erbsen oder Bohnen gefüllt. Diese bilden so eine Pseudofüllung. Jetzt wird der Teigboden nach Rezept gebacken. Die Pseudo- oder Blindfüllung, also die Erbsen oder Bohnen werden nach dem Backen entfernt. Die eigentliche Füllmasse wird nun eingefüllt und weiter nach Rezept gebacken. Die Erbsen oder Bohnen kann man immer wieder zum Blindbacken nehmen.

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