Nur Schüler, die ausreichend trinken, bringen optimale Leistung

Schüler, die während des Unterrichts gut mit Flüssigkeit versorgt sind, schneiden in Leistungstests eindeutig besser ab.

Dies zeigt eine aktuelle Studie der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd in Zusammenarbeit mit der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM). Sie hat den Zusammenhang zwischen dem Trinkverhalten von Schülern und ihrer geistigen Leistungsfähigkeit untersucht. Acht Wochen lang wurde 270 Fünft- und Sechstklässlern einer Hauptschule und eines Gymnasiums kostenlos Mineralwasser im Klassenraum zur Verfügung gestellt. Die Schüler protokollierten ihr Trinkverhalten und absolvierten zu drei Zeitpunkten – zum Start der Studie, nach vier Wochen und nach acht Wochen – Leistungstests.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Leistungen mit der Trinkmenge steigen: Waren die Schüler gut mit Mineralwasser versorgt, konnten sie Merk- und Konzentrationsaufgaben besser lösen und nahmen diese auch als weniger anstrengend wahr. Auch der Zeitpunkt der letzten Flüssigkeitsaufnahme hat Einfluss: Die besten Ergebnisse wurden von den Schülern erreicht, die vor Testbeginn Mineralwasser getrunken hatten. „In unserer Untersuchung erweist sich nicht nur die Trinkmenge, sondern auch die Regelmäßigkeit des Trinkens als bedeutsam für die geistige Leistungsfähigkeit.

Eindeutige Vorteile ergeben sich, wenn die Schüler innerhalb von 30 Minuten vor einer kognitiven Anstrengung getrunken hatten“, erläutert Ernährungswissenschaftlerin Prof. Dr. Petra Lührmann, die die Studie gemeinsam mit Gesundheitspsychologin Junior-Prof. Dr. Birte Dohnke leitete. „Bei einer Schulstunde von 45 Minuten sollte das Trinken deshalb auch während des Unterrichts erlaubt sein.“ Die beiden Expertinnen empfehlen darüber hinaus, dass Lehrer den Schülern das regelmäßige Trinken im Unterricht nicht nur ermöglichen, sondern sie auch dazu motivieren. Denn wie die Studie weiterhin belegt, ist das Durstgefühl von Schülern kein zuverlässiges Warnsignal für einen Flüssigkeitsmangel.

Bei Kindern wird Durst häufig durch andere Gefühle und Wahrnehmungen überlagert. Laut den beiden Studienleiterinnen lässt sich durch ein regelmäßiges Mineralwasserangebot und die Trinkerlaubnis im Unterricht das Trinkverhalten von Schülern verbessern. Außerdem wird die geistige Leistungsfähigkeit der Schüler positiv beeinflusst. Die Studienergebnisse unterstützen das Ziel der Initiative „Trinken im Unterricht“, die sich seit rund zehn Jahren für die Trinkerlaubnis im Unterricht einsetzt. Dafür bietet die Initiative Schulen vielfältige Informations- und Unterrichtsmaterialien für die Grundschule und Sekundarstufe I sowie zahlreiche Tipps für die praktische Umsetzung von „Trinken im Unterricht“. Weitere Informationen und eine Bestellmöglichkeit der Materialien finden interessierte Lehrer auf www.trinken-imunterricht.de und www.mineralwasser.com.

Hinterlassen Sie einen Kommentar