Lebkuchen enthält viele gesunde Gewürze – mit foodies-Gewürzkunde

Lebkuchen sind nicht nur lecker, sie enthalten auch viele gesunde Inhaltsstoffe.

Nelken:

Nelken lindern Schmerzen, sie helfen gegen Erkältungen und stärken die Abwehrkräfte.In Europa sind Gewürznelken seit dem frühen Mittelalter bekannt. Auf den Handel hatten lange Zeit die Holländer ein Monopol, die die Pflanze hauptsächlich aus Ambon verschifften, und auch heute noch werden Gewürznelken von den Molukken zum großen Teil in Amsterdam und Rotterdam umgeschlagen. Mittlerweile werden Gewürznelken weltweit angebaut.

 

Ingwer:

Ingwer regt das Herz-Kreislaufsystem an, lässt die Hauttemperatur steigen und wirkt entkrampfend.Er wächst in den Tropen und Subtropen und wird in Ländern wie Indien, Indonesien, Vietnam, China, Japan, Australien, Frankreich und Nigeria angebaut. Die Heimat der Ingwerpflanze ist nicht sicher bekannt. Möglicherweise hat sie ihren Ursprung auf den pazifischen Inseln. Im 9. Jahrhundert wurde die Pflanze im deutschen Sprachraum bekannt. Der größte Produzent ist Indien mit etwa 250.000 Tonnen pro Jahr, das größte Anbaugebiet ist in Nigeria, und der größte Exporteur ist China

Kardamom:

Kardamom regt den Stoffwechsel an und ist gut für die Verdauung.Er wird in vielen Ländern geschätzt: Aus der indischen Küche ist Kardamom gar nicht wegzudenken. In arabischen Ländern wird sogar Kaffee mit Kardamom gewürzt und in Skandinavien verwendet man Kardamon in Kuchen und Kleingebäck In Deutschland wird es vorwiegend in Weihnachtsgebäck und im Glühwein verwendet.

Koriander:

Koriander wirkt desinfizierend und tötet Keime ab.Er stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wird meist mit der orientalischen, asiatischen und mexikanischen Küche in Verbindung gebracht.

Muskat:

Muskat gilt als Stimmungsheller und wurde im 16.Jahrhundert als Mittel gegen die Pest eingesetzt. Es wirkt leicht anitbakteriell und ist ein Naturheilmittel gegen Magenkrämpfe. Warm und würzig, süßlich-bitter, feurig und pfeffrig – mit ihrem beeindruckenden Spektrum an Aromen bereichert die Muskatnuss schon seit dem Mittelalter unsere Küche.

Zimt:

Zimt wirkt beruhigend  und senkt den Blutzuckerspiegel. Er  ist eines der ältesten Gewürze, das angeblich schon 3000 v.Chr. in China als solches verwendet wurde. Der feinere uns bekannte Ceylon-Zimt wurde um 1498 vom portugiesischen Seefahrer Vasco da Gama auf der Insel Ceylon, dem heutigen Sri Lanka „entdeckt“ und so nach Europa gebracht. Im Europa des 16. bis 18. Jahrhunderts galt Zimt als eines der besonders teuren und kostbaren Gewürze. So verbrannte beispielsweise der Kaufmann Anton Fugger 1530 die Schuldscheine Karls V. vor dessen Augen in einem Feuer aus Zimtstangen und demonstrierte damit seinen Reichtum.

Sternanis:

Sternanis gehört zu den klassischen Zutaten für Lebkuchen. Er enthält das ätherische Öl Anethol, das fette, gehaltvolle und sehr scharfe Speisen bekömmlicher macht. Bereits vor rund 3000 Jahren wurde in China der Sternanis als Würz- und Heilpflanze eingesetzt. In Japan gilt der immergrüne Baum als heilig und steht oft in der Nähe von Tempeln. Nach Europa brachte ihn Marco Polo um 1270- Bekannt wurde Sternanis allerdings erst 300 Jahre später, als der Engländer Sir Thomas Cavendish das Gewürz von einer Philippinenreise mit nach England brachte. In Deutschland kennt man den Sternanis seit dem Ende des 18. Jahrhunderts.

Piment:

Lebkuchen ohne Piment geht gar nicht. Kolumbus entdeckte dieses Gewürz auf einer Reise nach Jamaika, aus diesem Grund wird der Piment auch oft Jamaikapfeffer genannt. Vom Aussehen her ähnelt die Körner den Pfefferkörnern, sind allerdings größer, runzelig und dunkelbraun. Ihr Duft erinnert an den der Nelken und rührt von dem ätherischen Öl Eugenol her. Die Azteken schätzten Piment schon als Gewürz für ihr Leib- und Magengetränk „Xocolatl“. Bei Stress und Nervosität soll der Piment einen sanft beruhigenden Effekt haben.

Orangeat:

Gerade für den Geschmack von Oblaten-Lebkuchen ist der Orangeat unverzichtbar. Hergestellt wird er durch das Kandieren der Schalen der „Sevilla-Orange“. Die Schale hat aufgrund des hohen Gehalts an ätherischen Ölen einen intensiven, bittersüßen Geschmack. Seine Farbe ist ein eher dunkles Orange.

Zitronat:

Das Zitronat wird durch Kandieren der Schalen der Zedratzzitrone hergestellt. Für einen Christstollen ist gewürfeltes Zitronat unverzichtbar. Die Früchte stammen ursprünglich aus Südostasien, werden mittlerweile auch im Mittelmeerraum gezüchtet. Zitronat ist grün bis gelb, je nach Reife der Frucht. Der Zuckergehalt beträgt mindestens 65 %.

 

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar