Konfitüren aus exotischen Früchten: Cranberry, Kumquats, Kaki, Datteln und Granatapfel – mit 8 Rezepten plus foodies-Fruchtkunde

Konfitüren-Selfies aus der eigenen Küche liegen absolut im Trend. Bei einem Frühstück in der kommenden dunkleren Jahreszeit sind solche Grüsse vom letzten Sommer ein toller Genuss, aber auch ein sehr nettes Mitbringsel bei einem Besuch.

Die Zubereitung von Konfitüren aus außergewöhnlichen Früchten wie Jostabeere, Felsenbirne und Aroniabeeren haben wir Ihnen schon vorgestellt. Heute zeigen wir Ihnen einmal etwas ganz Neues und bereiten leckere Konfitüren aus teilweise exotischen Früchten zu, lassen Sie sich überraschen. Dazu gibt es dann noch ein sehr delikates Rezept für ein Orangen-Apfel-Cranberry-Chutney. Siehe auch foodies Fruchtkunde am Ende dieses Artikels.

 

Rezepte

Erdbeerbrotaufstrich mit getrockneten Cranberrys

Erdbeer-Cranberry

Erdbeer-Cranberry

Zutaten

Ergibt ca. 1100 ml:

  • 900 g Erdbeeren (unvorbereitet gewogen, ergibt ca. 860 g Fruchtfleisch, oder TK)
  • 50 g Heidelbeeren
  • Saft von 2 Zitronen (= 80 ml = 4 EL)
  • 100 g getrocknete Cranberrys
  • 500 g Südzucker Gelier Zucker 2plus1 (= 1 Päckchen)

Zubereitung

  1. Die Erdbeeren und die Heidelbeeren waschen und gut abtropfen lassen oder auftauen. Die Erdbeeren putzen, dabei den grünen Stielansatz entfernen.
    Die Hälfte der Erdbeeren und die gesamten Heidelbeeren unter Zugabe des Zitronensaftes pürieren, die andere Hälfte der Erdbeeren in ca. 1 cm große Würfel schneiden.
  2. Das Fruchtpüree, die Erdbeerwürfel, die Cranberrys und den Gelier Zucker 2plus1 in einem großen Kochtopf gut vermischen. Zugedeckt mindestens 3 Stunden ziehen lassen.
  3. Das Obst bei starker Hitze unter Rühren zum Kochen bringen, bis die gesamte Masse kräftig sprudelt. Jetzt beginnt die Kochzeit 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei ständig weiterrühren.
  4. Den Topf vom Herd nehmen. Heiß ausgespülte Gläser zügig mit der heißen Masse randvoll füllen und sofort mit Schraubdeckel verschließen.

Pfirsichbrotaufstrich mit Datteln

Pfirsich-Dattel

Pfirsich-Dattel

Zutaten

Ergibt 1400 ml:

  • 1300 g Pfirsiche (unvorbereitet gewogen)
  • Saft von 2 Zitronen (= 80 ml = 4 EL)
  • 150 g Datteln
  • 500 g Südzucker Gelier Zucker 3plus1 (= 1 Päckchen)
  • 5 frische kleine Lorbeerblätter

Zubereitung

  • Die Pfirsiche kreuzweise einritzen, je nach Reifegrad 30-60 Sekunden in kochendes Wasser tauchen, bis sich die Haut leicht löst. Die Pfirsiche in kaltem Wasser „abschrecken“, die Haut abziehen, halbieren und entsteinen. Die Hälfte des Pfirsichfruchtfleisches zusammen mit dem Saft der Zitronen im Mixer pürieren, die andere Hälfte sehr klein würfeln oder hacken.
  • Die Datteln schälen und halbieren, den Kern entfernen. Das Dattelfruchtfleisch in kleine Würfel schneiden und die gewürfelten und pürierten Früchte mit dem Gelier Zucker 3plus1 vermischt mindestens 3 Stunden ziehen lassen.
  • Die Lorbeerblätter zum Obst geben und dieses in einem großen Topf bei starker Hitze unter Rühren zum Kochen bringen, bis das gesamte Obst kräftig sprudelt. Jetzt beginnt die Kochzeit! 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei ständig weiterrühren.
  • Den Topf vom Herd nehmen. Heiß ausgespülte Gläser zügig mit der heißen Masse randvoll füllen, so dass in jedes Glas ein Lorbeerblatt kommt. Sofort mit Schraubdeckel verschließen.

Erdbeer-Granatapfel-Brotaufstrich

Erdbeer-Granatapfel

Erdbeer-Granatapfelten

Zutaten:

Ergibt ca. 1600 ml:

  • 1000 g Erdbeeren (unvorbereitet gewogen, ergibt ca. 970 g Fruchtfleisch)
  • 150 g Heidelbeeren
  • 280 g Granatapfelsaft (von ca. 300 g Granatapfelsamenkernen = ca. 3 Granatäpfel)
  • Saft von 1 Zitrone (= 40 ml = 2 EL)
  • 500 g (= 1 Päckchen) Südzucker Gelier Zucker 3plus1

Zubereitung

  1. Die Erdbeeren waschen und gut abtropfen lassen, erst danach die Kelchblätter bzw. den Strunk entfernen. Die Heidelbeeren ebenfalls waschen, gut abtropfen lassen und mit den Erdbeeren und dem Zitronensaft pürieren.
  2. Die Granatäpfel vierteln, dann die enthaltenen Samenkerne am besten mit einem Esslöffel aus der Schale lösen. Die Zwischenhäute entfernen und die Samenkerne mittels eines Passiergerätes entsaften und 280 g Granatapfelsaft abwiegen.
    Das Erdbeer-Heidelbeer-Püree, den Granatapfelsaft und den Gelier Zucker 3plus1 in einen großen Kochtopf geben und alles gut vermischen.
  3. Das Kochgut bei starker Hitze unter Rühren zum Kochen bringen, bis die gesamte Masse kräftig sprudelt. Jetzt beginnt die Kochzeit: 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei ständig weiterrühren.
  4. Den Topf vom Herd nehmen. Heiß ausgespülte Gläser zügig mit der heißen Masse randvoll füllen und sofort mit Schraubdeckel verschließen.

Pflaumen-Granatapfel-Brotaufstrich

Pflaumen-Granatapfel

Pflaumen-Granatapfel

Zutaten

Ergibt ca. 1100 ml:

  • 850 g Pflaumen (unvorbereitet gewogen, ergibt ca. 810 g Fruchtfleisch)
  • 350 g Granatapfel (unvorbereitet gewogen, entspricht einer mittelgroßen Frucht, ergibt ca. 150 g Fruchtfleisch)
  • 500 g Südzucker Gelier Zucker 2plus1 (= 1 Päckchen)

Zubereitung

  1. Die Pflaumen waschen, gut abtropfen lassen, halbieren, entsteinen und pürieren. Die Granatäpfel halbieren und das Fruchtfleisch mit einem Löffel entnehmen.
  2. Das Pflaumenpüree mit dem Granatapfelfruchtfleisch und dem Gelier Zucker 2plus1 in einem großen Kochtopf gut vermischen und zugedeckt mindestens 3 Stunden ziehen lassen.
  3. Das Obst bei starker Hitze unter Rühren zum Kochen bringen, bis die gesamte Masse kräftig sprudelt. Jetzt beginnt die Kochzeit! 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei ständig weiterrühren.
  4. Den Topf vom Herd nehmen. Heiß ausgespülte Gläser zügig mit der heißen Masse randvoll füllen und sofort mit Schraubdeckel verschließen.

Johannisbeer-Kaki-Brotaufstrich

Johannisbeer-Kaki

Johannisbeer-Kaki

Zutaten

Ergibt ca. 1100 ml:

  • 850 g Rote Johannisbeeren (unvorbereitet gewogen, für ca. 690 g Fruchtmark)
  • 260 g Kakifruchtfleisch von ca. 500 g reifen Kakis
  • 500 g (= 1 Päckchen) Südzucker Gelier Zucker 2plus1

Zubereitung

  1. Die Johannisbeeren waschen und gut abtropfen lassen, mit einer Gabel von den Stielen streifen und durch ein Passiergerät oder durch den Fruchtpressenvorsatz einer Küchenmaschine drehen.
  2. Die Kakis waschen, trocken reiben, die Oberseite der Früchte abschneiden und das Fruchtfleisch z. B. mit einem Esslöffel herauslösen. Falls die Früchte einzelne größere Kerne enthalten, diese entfernen. 260 g Kakifruchtfleisch abwiegen. Das Fruchtfleisch pürieren und mit dem Johannisbeerfruchtmark und dem Gelier Zucker 2plus1 in einem großen Kochtopf gut vermischen.
  3. Das Obst bei starker Hitze unter Rühren zum Kochen bringen, bis die gesamte Masse kräftig sprudelt. Jetzt beginnt die Kochzeit: 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei ständig weiterrühren.
  4. Den Topf vom Herd nehmen. Heiß ausgespülte Gläser zügig mit der heißen Masse randvoll füllen und sofort mit Schraubdeckel verschließen.

 

foodies-Tipp: Da ein Zuviel an Fruchtsäuren nicht nur den Geschmack beeinflusst, sondern auch die Gelierung beeinträchtigen kann, beim Einkochen mit den Gelier Zucker-Sorten 2plus1 und 3plus1 keine zusätzliche Säure zugeben. Darüber hinaus kann der an sich schon hohe Säuregehalt der Roten Johannisbeere durch die Zugabe süßer Früchte, wie z. B. Banane, Melone, Kaki, »abgeschwächt« werden

Kakibrotaufstrich

Kaki

Kaki

Zutaten

Ergibt ca. 1100 ml:

  • 1600 g reife Kakis (unvorbereitet gewogen, ergibt ca. 920 g Fruchtfleisch)
  • Saft von 2 Zitronen (= 80 ml = 4 EL)
  • 500 g Südzucker Gelier Zucker 2plus1 (= 1 Päckchen)

Zubereitung

  1. Die Kakis waschen und trocken reiben. Die Oberseite der Früchte abschneiden und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herauskratzen. Falls die Früchte einzelne größere Kerne enthalten, diese entfernen. Das Fruchtfleisch zusammen mit dem Zitronensaft pürieren, dann das Fruchtpüree und den Gelier Zucker 2plus1 in einen großen Kochtopf geben und alles gut vermischen.
  2. Das Obst bei starker Hitze unter Rühren zum Kochen bringen, bis die gesamte Masse kräftig sprudelt. Jetzt beginnt die Kochzeit 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei ständig weiterrühren.
  3. Den Topf vom Herd nehmen. Heiß ausgespülte Gläser zügig mit der heißen Masse randvoll füllen und sofort mit Schraubdeckel verschließen.

foodiesTipp: Granatäpfel enthalten viele Samen, die, mitgekocht, im fertigen Brotaufstrich eigentlich nicht als störend empfunden werden. Falls Sie den Brotaufstrich ohne Samen bevorzugen, können Sie das Fruchtfleisch vor der Verarbeitung pürieren und durch ein feinmaschiges Sieb streichen oder mit einer Flotten Lotte passieren. Dann sollten Sie ca. 450 g Granatäpfel verwenden.

Orangen-Apfel-Cranberry-Chutney

Orangen-Apfel-Cranberry

Orangen-Apfel-Cranberry

Zutaten

Für ca. 900 ml:

  • 2 große Orangen (ca. 550 g liefern rund 150 g Fruchtfleisch und 75 ml Saft)
  • 2 Äpfel (ca. 250 g)
  • 300 g frische Cranberrys
  • 2 Zwiebeln (à ca. 50 g)
  • 100 g Sultaninen
  • 2 Thymianzweige
  • 250 ml Portwein
  • 200 g Südzucker Brauner Zucker
  • 2 EL Orangenmarmelade
  • 1 – 2 EL weißer Balsamessig
  • 1 gestrichener TL gemahlener Piment
  • 1 gestrichener TL Salz

Zubereitung

  1. Die Orangen heiß waschen, trocken reiben und so schälen, dass der weiße Teil der Schale und die weiße Haut vollständig entfernt werden. Dann die Orangen filetieren, dabei die einzelnen Segmente mit je zwei Schnitten entlang der Trennhäute herauslösen, den Saft auffangen und die Kerne entfernen.
  2. Die Äpfel waschen, trocken reiben, schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Apfelviertel in ca. ¾ cm große Würfel schneiden. Die Cranberrys verlesen, waschen und abtropfen lassen. Die Zwiebeln schälen, vierteln und in 2-3 mm breite Scheiben schneiden. Die Sultaninen heiß brühen.Die Thymianzweige abspülen, trocken schwenken und die Blättchen abzupfen.
  3. Orangenfilets und -saft zusammen mit den Apfelstücken, den Cranberrys, den Zwiebelscheiben, den Thymianblättchen, dem Portwein und dem Braunen Zucker in einem Kochtopf unter Rühren etwa 15-20 Minuten dicklich einkochen lassen.
    Den Kochtopf von der Herdplatte ziehen, die Orangenmarmelade unter das Chutney rühren und mit dem Essig, dem Piment und dem Salz abschmecken.
  4. Dann das Chutney nochmals unter Rühren kurz aufkochen, mit Hilfe des Einfülltrichters heiß in Schraubdeckelgläser füllen und diese sofort verschließen.

foodies-Tipp: Heiß brühen: Dafür die Sultaninen in ein Sieb geben und mit heißem Wasser übergießen. Dadurch werden sie praller und weicher und eventuell anhaftendes Pflanzenöl wird entfernt.

 

Pflaumen-Kumquat-Brotaufstrich

Pflaumen-Kumquats

Pflaumen-Kumquats

Zutaten

Ergibt 1000 ml:

  • 800 g gelbe Pflaumen (unvorbereitet gewogen)
  • 200 g Kumquats
  • 500 g Südzucker Gelier Zucker 2plus1 (= 1 Päckchen)
  • 0,5 TL Senfkörner

Zubereitung

  1. Die Pflaumen waschen und gut abtropfen lassen, dann die Früchte halbieren und entsteinen. Die Hälfte des Pflaumenfruchtfleisches im Mixer pürieren, die andere Hälfte in kleine Stücke schneiden.
  2. Die Kumquats waschen, gut abtropfen lassen und in dünne Scheiben schneiden, dabei alle Kerne entfernen. Die kleingeschnittenen und pürierten Früchte mit dem Gelier Zucker 2plus1 und den Senfkörnern mischen und mindestens 3 Stunden ziehen lassen.
  3. In einem großen Topf bei starker Hitze unter Rühren zum Kochen bringen, bis das gesamte Kochgut kräftig sprudelt. Jetzt beginnt die Kochzeit 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, dabei ständig weiterrühren.
  4. Den Topf vom Herd nehmen. Heiß ausgespülte Gläser zügig mit der heißen Masse randvoll füllen und sofort mit Schraubdeckel verschließen.

 

foodies Fruchtkunde:

 

Cranberry_FoCranberrys

Heutige Cranberrysorten gehen auf eine Auslese der nordamerikanischen „großfrüchtigen Moosbeere“ zurück. Die festen, dunkelroten Beeren gehören zur Familie der Preiselbeeren, sind aber viel größer: Während Preiselbeeren etwa erbsengroß bleiben, werden Cranberrys fast dreimal so groß. Cranberrys werden im Herbst geerntet, getrocknet sind sie das ganze Jahr über erhältlich.

 

 

Datteln_FoDatteln

Die aus dem Orient stammende Frucht wächst an Palmen. Als Trockenfrüchte eignen sie sich besonders für Müsli, Gebäck und Obstsalat. Von Oktober bis Januar sind Frischfrüchte erhältlich. Durch ihren hohen Zuckergehalt konservieren sich Datteln gleichsam von selbst und sind dadurch ein Jahr und länger lagerfähig.

 

 

Granatapfel_FoGranatapfel

Der Granatapfel gilt als Symbol der Liebe. Sein blutroter Saft färbt so manches Dessert und viele Cocktails, denn Granatapfelsaft ist die Hauptzutat für Grenadine-Sirup. Durch seine intensive Farbe leuchten „rote“ Konfitüren besonders schön Er ist eine Scheinbeerenfrucht. Unter der scharlachroten, ledrigen Schale liegen in einzelnen fächerartigen Abschnitten bzw. Kammern zahlreiche Samenkerne, die von einer weichfleischigen, glashellen, rosafarbenen aromatisch schmeckenden Samenschale umgeben sind, die den eigentlichen Fruchtsaft enthält.

 

Kaki_FoKaki

Vielleicht haben Sie sie schon in manchen Gegenden Italiens gesehen: Im Spätherbst stehen dort kahle Bäume voller leuchtend orangeroter Früchte – Kakis. Der Spätherbst ist Hauptsaison der Früchte, die ursprünglich aus Asien stammen. Für eine leuchtend orange, angenehm aromatische Konfitüre ist es wichtig, nur vollreife Früchte zu verwenden. Denn unreife Früchte enthalten fruchteigene Gerbsäuren (Tannine), die zu einem pelzigen Geschmack führen können. Vollreif sind Kakis, wenn die Schale auf Druck nachgibt und sich die Kaki leicht auslöffeln lässt.

 

Kumquats_FoKumquats

Die Minis unter den Zitrusfrüchten sind weit mehr als Zierfrüchte: die würzig-süßen Früchte lassen sich mitsamt der weichen Schale essen und eignen sich auch zur Konfitüre-Zubereitung sehr gut. Kombinieren Sie sie z. B. mit Pflaumen oder Birnen. Saison: Ganzjährig.

 

 

 

 

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar