Kochschulen: Lukullische Genüsse im LukullusT in Leipzig – mit einem delikaten Rezept

Kochschulen: Lukullische Genüsse im LukullusT in Leipzig – mit einem delikaten Rezept

Schon das Ambiente der Kochschule ist ein Highlight.

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Die Excellence Kochschule in Aktion.

In Leipzigs Süden, Mitten im Herzen der Stadt, präsentiert sich die Kochschule LukullusT stilvoll und individuell, denn die Inhaberin und Eventmanagerin Claudia Wulff bietet Ihren Kochschul-Gästen eine Location mit einmaligem Flair. Das denkmalgeschützte historische Gebäude liegt sehr zentral in der Harkortstraße 3, Rathaus, Johannapark und Leipzigs Musikerviertel sind in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.

In den beiden repräsentativen Räumen wird man zurück ins 19. Jahrhundert und die klassische Moderne versetzt. Der Salon von LukullusT bietet auf über 70 m² bis zu 14 Personen Platz, um an der hochwertigen Kochinsel gemeinsam kulinarische Highlights zu kreieren, die im Anschluss an der großen Speisetafel genossen werden. Ein weiteres Highlight: Die begehbare Galerie. Der moderne lichtdurchflutete Raum ist auf das Wesentliche reduziert, sodass die frischen Zutaten und Speisen im großen Raum klar zur Geltung kommen. Auf über 150 m² können bis zu 30 bis 50 Hobby- und Profiköche gleichzeitig ans Werk schreiten. Die Möblierung ist im Industrielook gehalten. Nach dem Kochen können die Gruppen je nach Belieben entweder an der langen Tafel oder an drei kleineren Tischen Platz nehmen.

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Blick auf die denkmalgeschützte historische Gebäude der Stadt

In dieser Kochschule experimentieren Hobby-Köche nach Herzenslust mit Aromen im Kochtopf, dem Wok oder der Pfanne. Mit lehrreichen Tipps und Tricks stehen ihnen dabei Leipziger Profiköche zur Seite. Sie geben Einblicke in die vielfältigen Landesküchen der Welt: Quer durch Deutschland über Israel, Frankreich, Italien, Spanien und sogar bis nach Afrika – bei LukullusT kann man kulinarische Entdeckungen machen, die geschmacklich über den ganzen Globus führen.
Den krönenden Abschluss eines jeden Kochevents bildet der Genuss des selbstgekochten Menüs in einem herrlichen Ambiente – begleitet von ausgesuchten Weinen oder Bieren. Bei LukullusT kommt mit Sicherheit jeder Küchenfan garantiert stil- und genussvoll auf seine Kosten, ob beim Live-Cooking, Brunch, Kinderkochen, Vegane Kurse, Afterwork-Küchenpartys, Sushi-Treffen und und und….

Der junge Profikoch Johannes Kwoll (30) kocht nach seiner Ausbildung in verschiedenen Sterne-Hotels schon über zwei Jahre in der Leipziger Kochschule LukullusT. Hier begeistert Ihn vor allem die Abweschlung und die Tatsache, dass durch den regionalen Lieferanten und den regelmäßigen Einkauf auf dem Leipziger Wochenmarkt jederzeit mit frischen und qualitativ hochwertigen Produkte gearbeitet werden kann.

 

KochmützeInterviewKochschulen_Fofoodies Interview mit dem leidenschaftlichen, gute Laune Koch Johannes Kwoll

? Warum wollten Sie Koch werden?
! Als ich klein war, habe ich immer ehrfürchtig zu den Männern mit der weißen Kochjacke aufgeschaut – so wollte ich auch werden. Heute lebe ich meinen Traum.

? Worauf wird bei LukullusT besonderen Wert gelegt?
! Auf Qualität und Frische. Unser Gemüselieferant kommt sogar für drei Tomaten zu uns – das schätze ich sehr. Jeden Tag wird frisch geliefert, was in den Kochkursen benötigt wird. Außerdem achten wir darauf, dass wirklich alles zu Hause nachkochbar ist. Der allgemeine Trend geht beim Kochen zum Glück zu Produkten aus dem eigenen oder dem Nachbargarten. Beim Kochen wird wieder mehr Wert auf Regionalität und Saisonalität gelegt – das möchten wir bei LukullusT natürlich unterstützen.

? Haben Sie eine eigene Küchen-Philosophie?
! Mein Motto: „Echt und lecker.“ Bei mir gibt es kein Schischi oder Schuschu – alles auf dem Teller ist immer noch als das erkennbar, was es mal war. Die Ursprünglichkeit und das Bewusstsein beim Essen sind mir wichtig.

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Profikoch Johannes Kwoll

? Beenden Sie den Satz: „Kochen bedeutet für mich…“
!… Leidenschaft. Es geht nicht ohne.

? Was darf in keiner Küche fehlen?
! Gute Laune und Salz.

? Ihre Lieblingszutat?
! Ingwer – eine oft unterschätzte Zutat. Ingwer hat eine spezielle und eigene Note, die ich sehr mag. Außerdem ist er sehr gesund. Wer wie ich viel Sport treibt, sollte Ingwer unbedingt in den Ernährungsplan integrieren. Man kann Ingwer absolut vielseitig zum Kochen verwenden. Ich reibe ihn zum Beispiel oft als letzte Abrundung über Gemüse.

? Gab es schon Küchenpannen, bei denen Sie nicht weiter wussten?
! Küchenpannen gehören dazu und es gab größere und kleinere. Die bisher Größte ist mir im ersten Lehrjahr passiert: Als ich meine selbstgemachten Kartoffelklöße ins Wasser gegeben habe, hat sich die Masse aufgelöst – das Ergebnis war ungenießbar. Ich habe mich bei allen Gästen entschuldigt. Das gute an Fehlern und Pannen ist ja, dass man an ihnen wächst.

? Woher nehmen Sie die Kreativität in der Küche?
! Besonders kreativ bin ich, wenn alte Gerichte neu aufgelegt werden. Ein Beispiel: Schmorgerichte. Es kommt nicht alles in einen Schmortopf, sondern ich richte alle Komponenten auch einzeln an, damit die unterschiedlichen Garpunkte beachtet werden können. Es gibt dann zum Beispiel glasierte Karotte und feinen Sellerie – schön separat und farblich vielfältig mit dem Rest des Gerichts auf dem Teller angerichtet. So transportiere ich Koch-Traditionen in die Moderne und lasse die Gerichte ihre eigenen Geschichten erzählen.

? Gibt es ein Lieblingsrezept aus Ihrer Kindheit, das Sie immer noch gerne kochen?
! Ich esse immer noch gerne Kartoffeln mit Quark oder Rührei mit Spinat – simple und leckere Gerichte, die gut für Sportler sind und bei mir zu Hause eigentlich jede Woche auf den Tisch kommen.

? Was sind Ihre Lieblingsrezepte für kalte Wintertage?
! Selbstgemachter Apfelstrudel mit warmer Vanillesauce darf im Winter nicht fehlen. Außerdem: Rouladen. Es gibt wenige Gerichte, die noch genau so wie vor Jahrzehnten zubereitet werden sollten – Rouladen gehören dazu.

Vielen Dank Herr Kwoll für das Interview, wir wünschen Ihnen, dass Ihnen der Spaß erhalten bleibt und weiterhin viel Erfolg.

Natürlich hat uns Johannes Kwoll noch eines seiner delikaten Schmorgerichte Rezepte verraten.

Rezept: Ochsenbäckchen in Portwein und Holunder mit Quark-Grieß-Nocken und Ragout von Pink Lady

Geschmortes Ochsenbäckchen in Portwein

Zutaten:

  • 1 kg Ochsenbacken
  • 200 g Wurzelgemüse aus Knollensellerie, Möhren, Zwiebeln
  • 80 g Tomatenmark
  • 150 ml Rotwein
  • 150 ml Portwein rot
  • 40 ml Olivenöl
  • 800 ml Rinderbrühe
  • 80 ml Holunder- Essig
  • Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Piment, Sternanis, 3 Zweige Rosmarin

Zubereitung:

  1. Die Ochsenbäckchen putzen und von groben Sehnen befreien. Öl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch scharf anbraten.
  2. Das Wurzelgemüse in walnussgroße Stücke schneiden, zum Fleisch geben und goldbraun anrösten. Zuletzt das Tomatenmark zugeben und leicht mit anrösten.
  3. Mit Rotwein ablöschen und mit der Rinderbrühe auffüllen. Gewürze und Rosmarin in den Bräter geben und zugedeckt im Ofen ungefähr 90 Minuten bei 150° Heißluft garen.
  4. Das Fleisch ist dann weich, wenn es allein von der Fleischgabel fällt. Bäckchen aus dem Schmorfond nehmen und warm stellen. Den Fond durch ein Sieb abseihen, zur gewünschten Konsistenz reduzieren und mit Portwein und Holunderessig vollenden.

 

Quark-Grieß-Nocken

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Ochsenbäckchen mit Grießnocken und Pink Lady Ragout

Zutaten:

  • 120 g Butter
  • 2 Eier
  • 2 Eigelb
  • Schale und Saft von einer Zitrone
  • 30 g Kerbel
  • 280 g Quark/ 10% Fett
  • 100 g Zartweizengrieß
  • 80 g Mehl
  • 130 g Paniermehl
  • Muskat, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Quark für ungefähr 60 Minuten in einem Tuch abtropfen lassen.
  2. Butter bei Zimmertemperatur mit dem Handrührgerät schaumig schlagen und nach und nach die Eier und das Eigelb zugeben. Zitronenschale und -saft, Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss, gehackten Kerbel und Quark zufügen und weiter schlagen. Zuletzt Grieß und Mehl unterziehen.
  3. Aus der Masse Nocken abstechen und ungefähr 10 Minuten in siedendem Salzwasser pochieren.
  4. Die Nocken vor dem Servieren in geröstetem Paniermehl wenden.

 

Ragout von Pink Lady

Zutaten:

  • 250 g Pink Lady
  • Schale von einer Zitrone
  • 25 g Butter
  • 15 ml Calvados
  • 15 ml Portwein, weiß
  • Salz, Pfeffer weiß,
  • Vanillezucker
  • Thymianzweig

Zubereitung:

  1. Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Würfel (ca. 0,5×0,5 cm) schneiden.
  2. Butter in einer Pfanne aufschäumen und die Apfelwürfel farblos anschwitzen. Thymian zu den Äpfeln geben und mit Calvados und Portwein ablöschen.
  3. Würzen mit Salz, weißem Pfeffer, Vanillezucker und etwas Zitronenschale.
  4. Apfelwürfel ungefähr 5 Minuten dünsten und sofort servieren.

 

 

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