Kochschulen: KOCHKULTUR Cottbus: Die kreative Sprache einer weltweit inspirierten Küche – mit Rezept

Die Cottbuser Kochschule Kochkultur Cottbus inspiriert mit Weltoffenheit und Freude am Experimentieren.

Hier wird mit viel Herz gekocht. Sie befindet sich auf der Cottbuser Kulturinsel, direkt neben dem Kunstmuseum Dieselkraftwerk. Passend, denn auch das Kochen ist ja eine Kunstform und beeinflusst die Kulturen maßgeblich.

Hinter dem vielversprechenden Namen Kochkultur Cottbus steht eine einfache Philosophie. „Kochen ist nicht kompliziert, die Geheimnisse guter Kochkunst bestehen in einem soliden handwerklichem Können, frischen und besten saisonalen Zutaten der Region, sowie einer gesunden Mischung aus Kreativität und sorgfältigem Umgang mit den Rohstoffen“, erläutert der gelernte Koch und Küchenmeister Volker Hecht, der bereits über 35 Jahre Berufserfahrung hat.

Das Spektrum der Kurse reicht von der feinen Saison- und Regionalküche, über „Basics“ für Anfänger, bis hin zur internationalen Küche. Mit besonderer Vorliebe zur mediterranen Küche werden Tapas und Antipasti angerichtet, Fisch mediterran zubereitet oder beispielsweise die Küche der Provence ausprobiert. Auch neue Trends werden umgesetzt. So kann man sich in der Grillakademie Cottbus entflammen lassen oder an Kursen zum Global Streetfood teilnehmen.

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Kochprofi Volker Hecht aus Cottbus

„Ich möchte die Menschen inspirieren, sie sollen neue Ideen mit nach Hause nehmen, das Gelernte nachkochen oder sich an eigene Variationen wagen“, sagt Koch Volker Hecht. Dass die Kursteilnehmer Freude beim Kochen haben sollen, ist ihm wichtig, denn nur wenn man mit Spaß dabei ist, kann man das auch beim Kochen weitergeben, und das wirkt sich sofort positiv auf das Essen aus. …denn Kochen ist mehr als Mittel zum Zweck, es ist Kommunikation, Inspiration und Kreativität.

Schweizer Küche in der Kochkultur Cottbus
Um richtig lecker Schweizerisch zu kochen, brauchen Sie nicht weit zu verreisen. Auch in der Excellence Kochschule Kochkultur Cottbus können Sie regionale Schweizer Spezialitäten kennenlernen. Hier gibt es unter anderem „Grüße aus dem Tessin“. Die Küche der Schweiz gilt als eine der vielfältigsten weltweit, denn sie vereint den Einfluss der unterschiedlichsten Länder. Profikoch Volker Hecht erklärt die einheimische Küchensprache und verrät Rezept-Tipps der dortigen Regionalküche.

Schweizer Koch-Geheimsprache
Das Schweizerische Deutsch unterscheidet sich vom Hochdeutsch. In der Küche gibt es zusätzlich eine Art Geheimsprache, die von regionalen Dialekten aus der Schweiz selbst sowie aus Frankreich, Italien und Deutschland beeinflusst ist. Durchreisende und Einwanderer haben Teile Ihrer Sprache an die Schweizer Küche weitergegeben. Damit man hier trotzdem nicht den Überblick verliert, ein paar Tipps vom Excellence Koch Volker Hecht. „Zu Zwiebeln sagt man ‚Bölle‘ und Käse ist ‚Chäs‘ – beides sind sehr wichtige Zutaten der urbanen Schweizer Küche“, so der Profi. Eine tolle Rezeptidee, die Abwechslung von bekannten Schweizer Gerichten wie den Käsespätzle bietet, sind zum Beispiel Ravioli mit Ricotta-Trüffel-Füllung. Es ist gar nicht schwer, Nudeln selbst herzustellen. Für den Basisteig reichen Mehl, Salz und Wasser. Als Beilage können Sie ‚Eierschwämmli‘ reichen: Übersetzt sind das Pfifferlinge. ‚Trübeli‘ ist das Wort für Johannisbeeren. Diese eignen sich sehr gut für einen Nachtisch, beispielweise in erfrischend süß-säuerlichen Johannisbeer-Brioches. Die Begriffsliste der Schweizer Küchensprache ist lang. Besonders beim gemeinsamen Kochen kann man neue Wortschöpfungen und Rezepttricks erlernen und vor allem viel Spaß haben.

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Der gedeckte Tisch in der KOCHKULTUR Cottbus

Regionale Raffinessen

In der Schweiz gibt es wie in Deutschland große regionale Unterschiede, was die Essgewohnheiten angeht. Jeder Kanton hat sein eigenes Spezial-Rezept. Von der Bündner Gerstensuppe bis zur Zuger Kirschtorte herrscht eine große geschmackliche Vielfalt. Fast alle beliebten Regionalgerichte der Schweiz haben aber gemein: Milchprodukte sind ein wichtiger Bestandteil. Der Grund: Milch und Käse waren schon früher auch in ertragsarmen Zeiten die wichtigsten Nahrungsmittel. Noch heute gibt es im Bavonatal im Tessin, einem der Schweizer Kantone, keinen Strom. Daher wird das Tal nur im Sommer bewohnt. Volker Hecht empfiehlt Tessiner Gerichte mit „Truite“, einer Forelle direkt aus den klaren Gebirgsbächen dieser Gegend.

Kulinarische Reise per Kochkurs
Morgens zum Frühstück sind in der Schweiz fast überall die Gipferli‘ beliebt – die Schweizer Croissant Variante. Sowohl mittags als auch abends mögen die meisten Schweizer und deren Gäste gerne Käsefondue oder Rösti. Besonders in der Schweizer Großregion Tessin wird außerdem gerne Kastanienkuchen gegessen. „Kastanienmehl enthält einen relativ hohen Anteil an Zucker und kein Gluten. Dadurch ist es eine tolle Zutat für Kuchen und Desserts“, weiß Volker Hecht. Eine kulinarische Raffinesse, die der Profikoch ebenfalls aus dem Tessin mitgebracht hat: Steinpilz-Risotto, das dort mit einem regionalen Merlot statt mit Weißwein abgelöscht wurde. „Sowohl geschmacklich als auch farblich war diese Variante des Gerichts eine tolle Überraschung“, verrät der Excellence Koch. Wer jetzt hungrig geworden ist, sollte seine Koffer packen oder bei der Kochschule Kochkultur Cottbus vorbeischauen und dort die kulinarische Reise in die Schweiz antreten. Hier können Sie ab Oktober beim Kochkurs „Es herbstelt im Bavonatal – Grüße aus dem Tessin“ live lernen, wie man die Schweizer Spezialitäten richtig zubereitet

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mit

Geschäftsführer, Koch und Küchenmeister Volker Hecht

? Was bedeutet Kochen für Sie persönlich?
! Die pure Entspannung. Meine Familie genießt es, dass ich auch außerhalb der Kochschule noch gerne am Herd stehe. Kochen ist für mich nicht anstrengend, sondern meine eigene Art der Meditation.

? Worauf legen Sie beim Kochen in der „Kochkultur Cottbus“ besonderen Wert?
! Das Wichtigste: Sehr frische Produkte. Wir legen in unserer Kochschule viel Wert auf Qualität und haben hohe Ansprüche, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Die Lieferanten wählen wir gezielt danach aus, dass Sie unseren Anforderungen entsprechen und nur Produkte herstellen oder fördern, die frisch und fair produziert sind – egal, ob es um die Schlachtung, Haltung oder Kultivierung geht. Es kommt nicht auf die Menge an, sondern auf Qualität.

? Hatten Sie bei Ihrer Berufswahl ein Vorbild?
! Ich wollte eigentlich immer dem Vorbild meines Onkels folgen und Seefahrer werden. Stattdessen bin ich jetzt kulinarisch zur See gefahren. Es ist etwas Besonderes für mich, überall Inspiration zu finden und auf meinen Reisen neue Ideen für unsere Kochschule zu bekommen. Als kulinarischer Weltenbummler habe ich zum Beispiel eine spannende Inspiration aus San Sebastian in Spanien mitgebracht und vor knapp zwei Jahren den ersten Cottbusser Männer-Kochclub gegründet. Der Kochclub bietet Männern, die durch ihre Kochbegeisterung verbunden sind, die Möglichkeit für einen kulinarischen Austausch und gemeinsame Freizeit. So werden Brücken zwischen Kulturen und sozialen Schichten geschlagen, denn es sind Teilnehmer mit ganz verschiedenen Hintergründen dabei. Die Plattform des Männerkochclubs dient darüber hinaus als Multiplikator für die Botschaften, die wir auch in der Kochschule vertreten: Die Wertschätzung einer Küche, die Nachhaltigkeit, Qualität, faire Bedingungen und eine artgerechte Tierhaltung fördert und betont.

? Was war ein ganz besonderes Erlebnis für Sie während Ihrer Zeit als Koch?
! Den Anstoß für die Gründung der Kochschule habe ich selbst in einem Kochkurs bekommen. Bei einem Kurs in Barcelona, den ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, wurde mir klar, dass ich etwas eigenes auf die Beine stellen möchte. Von da an ging alles sehr schnell: Im Herbst haben wir das Konzept entwickelt, im Winter den Umbau in Angriff genommen und im Frühjahr starteten bereits die ersten Kurse.

? Inwieweit sind die Gerichte der Kochkultur Cottbus regional inspiriert?
! Sowohl in den Kursen zum Thema „regionaler Fisch“, als auch in den vegetarischen Kursen geht es regional zu. Ein tolles Rezept: Zander in Kartoffelmantel mit Schmandgurken und Rote-Beete Schaum. Durch das frische Gemüse kommen wunderbare Geschmacks- und Farbexplosionen zustande.

? Gibt es ein Lieblingsgericht aus Ihrer Kindheit, das Sie auch heute noch gerne kochen?
! Hefeklöße mit Blaubeeren esse ich auch heute noch gerne. Allerdings probiere ich dabei neue Kreationen mit unterschiedlichen Früchten aus – in der Küche wird es nie langweilig.

? Was ist ihr Lieblingsrezept für die Saison?
! Mein Herbst-Tipp: Zanderfilet im Kartoffelpuffer mit Spreewaldgemüse. Ein leichtes und frisches Rezept, das mit dem Kartoffel-Geschmack und dem gesunden Gemüse perfekt in die Saison passt.

? Welche neuen Kochkursideen sind bei Ihnen in Planung?
! In Berlin ist das Thema Global Street Food gerade total angesagt und wir haben passende Kurse dazu entwickelt. Ein weiterer interessanter Trend ist das Sous-Vide-Garen – mit dieser Methode gelingen Fleischgerichte garantiert.

Danke, für das nette Interview Herr Hecht und weiterhin viel Erfolg.

Rezept: Zanderfilet im Kartoffelpuffer & Spreewaldgemüse

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So serviert Volker Hecht das Zanderfillet mit Kartoffelpuffer und Spreewaldgemüse.

Zutaten
Für 4 Portionen

  • 0,6 Kg Zanderfilet
  • 0,4 Kg Kartoffeln
  • Salz, Zucker, Pfeffer
  • 1 Ei
  • 0,020 Kg Mehl
  • Olivenöl
  • Zitrone
  • Butter
  • Schnittlauch
  • Je 0,150 Kg Möhren, Sellerie, Porree
  • 0,1 Kg Schmand
  • 0,075 Kg Meerrettich
  • Salz, Zucker
  • Rapsöl

Zubereitung

  1. Fischfilet in Portionsstücke schneiden.
  2. Das Gemüse putzen und in feine Streifen schneiden.
  3. Rapsöl erhitzen, etwas Zucker karamellisieren und das Gemüse anschwitzen
  4. Salzen und Meerrettich, sowie den Schmand unterziehen
  5. Kartoffel schälen und in feine Streifen hobeln und mit dem Ei verrühren; etwas salzen, Olivenöl und Butter erhitzen
  6. Fischfilets salzen und etwas säuern, in Mehl wenden und anschließend von beiden Seiten anbraten
  7. Die Filetstücke in Kartoffelteig hüllen und auf beiden Seiten goldbraun braten
  8. Die fertigen Fischfilets kurz mit Küchenkrepp entfetten, das Meerrettich-gemüse auf einen vorgewärmten Teller geben und die Fischfilets portionieren

 

Die Kochschule Kochkultur Cottbus finden Sie in der
Uferstraße 1
0 in Cottbus
Telefon: 0177 40 33 695

 

 

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