Kochschulen: Kochschule für Genussjäger und kulinarische Abenteurer: Kochbar Berlin – mit Rezept und Interview Alo Theis

Kochschulen: Kochschule für Genussjäger und kulinarische Abenteurer: Kochbar Berlin – mit Rezept und Interview Alo Theis

Die Kochbar Berlin bietet allen Kochfans schon seit 2008 Wohlfühlatmosphäre und Geschmackserlebnisse der besonderen Art.

Direkt gegenüber dem Schloss Bellevue gelegen, ist die Kochschule mit ihren mehr als 186 Quadratmetern mittlerweile zu einem Kulinarik-Hotspot geworden. In den großen, Licht durchfluteten Räumen haben 50 Kursteilnehmer Platz, um gemeinsam die Welt der Geschmäcker zu entdecken. Die Küchenausstattung ist modern und erstklassig und lässt keine Wünsche offen. Exklusiv sind auch die Gerichte, die in den Kursen zubereitet werden: Sie sind sowohl regional als auch international inspiriert. Die Kochbar Berlin bietet daher ein vielfältiges und kreatives Angebot.

Die wichtigsten Zutaten in den Kochkursen der Berliner Kochschule: Experimentierfreude verbunden mit gutem Geruchssinn, feinem Geschmack und viel Fantasie.

Alo Theis Chefkoch in der Kochbar Berlin

Alo Theis Chefkoch in der Kochbar Berlin

Eine Besonderheit der Kochbar Berlin ist das so genannte Flavour Pairing. Hier geht es darum, neue Kombinationen zu testen und außergewöhnliche Aromen auf dem Teller harmonisch zu vereinen. Ein Beispiel: Frisches Avocadoeis mit feinen Jacobsmuscheln und fruchtiger Tomaten-Mayonnaise. Lecker! Diese aktuellen Kochtrends inspirieren zu Mut in der Küche und Spaß am Ausprobieren.

Auch das restliche Kursportfolio in der Kochbar Berlin von Alo Theis regt alle Geschmackssinne an. Es reicht von modernen Variationen der japanischen Küche bis zu orientalischen Würzkreationen, die fein abgestimmt werden. Ergänzt werden die Kurse immer um einen kurzen, kompakten Theorieteil mit Sicherheitseinführung, damit in der Küche nichts anbrennt. In der Kochbar Berlin wird man zum Genussjäger und erlebt kulinarische Abenteuer – egal ob mit Kollegen, Freunden, dem Partner oder allein.

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foodies-Magazin-Interview

mit Kochbar Berlin Profikoch und Genussjäger
Alo Theis

 

? Was war die Leibspeise in Ihrer Kindheit?

! Die leckere Hackfleischpfanne mit Paprika bekomme ich immer noch nicht so nachgekocht, wie meine Mutter sie früher gemacht hat. Das war definitiv eine meiner Lieblingsspeisen. Eigentlich bin ich aber Koch geworden, weil meine Mutter nicht gut kochen kann.

? Welche regionale Spezialität haben Sie für sich entdeckt?

! Niederrheinische Spezialitäten wie „Himmel und Erde“ oder „Halber Hahn“ kommen gut in den Kochkursen der Kochbar Berlin an. Allerdings werden die Gerichte von uns modern variiert, um sie in die heutige Zeit zu transportieren.


? Was schmeckt Ihnen partout nicht?

! Wenn ein Gericht schlecht gekocht ist, möchte ich es nicht aufessen. Ansonsten bin ich viel zu neugierig, um etwas nicht zu mögen – alles wird ausprobiert!


? Was macht einen Koch zum guten Koch?

! Ein guter Koch zeichnet sich durch geistige Flexibilität aus. Wenn man bei der Menüplanung auf Probleme stößt, weil zum Beispiel Zutaten fehlen, sollte man loslassen können und nicht steif an der ersten Idee festhalten. Die besten Gerichte entstehen durch flexible Reaktionen und neue Ideen, die sich spontan entwickeln.


? Was war Ihre schlimmste Panne in der Küche?

! Bei einem meiner Kochevents fragte ein Teilnehmer, ob alles abgemessen sei. Nachdem ich die Frage bejaht habe, griff er zum Salzfass. Ein Pfund Salz in 6 Liter Suppe! In diesem Fall war besonders viel geistige Flexibilität gefragt – wir konnten die Suppe aber retten.


? Welchen kulinarischen Trend finden Sie spannend? Und warum?

! Im Moment gibt es gar nicht DEN Trend, wie zum Beispiel damals die Molekularküche. Zurzeit sind Gerichte beliebt, bei denen man auf dem Teller erkennen kann, welche Zutaten verwendet wurden und wie diese im Ursprungszustand ausgesehen haben. Auch die Anwendung unterschiedlicher Garmethoden ist dabei interessant. Ein Trend, den ich schon seit längerem verfolge, ist das Aroma Pairing – durch besondere Kombinationen entstehen dabei viele Variationen, die zu ganz neuen Geschmackserlebnissen führen.


? Was befindet sich immer in Ihrem Kühlschrank?

! Eine Flasche Champagner darf in meinem Kühlschrank nie fehlen, denn ein Freund hat mir mal geraten, dass man immer Champagner da haben sollte, um auf seine Fehler anzustoßen.


? Angenommen, in einem Ihrer Kochkurse sollen nur berühmte Personen der Zeitgeschichte teilnehmen. Wen würden Sie dazu einladen?

! Die Kursteilnehmer, die ich auswählen würde, haben eines gemeinsam: Sie sind alle kreativ, denn in der Küche ist das unerlässlich. Walt Disney war einer der ideenreichsten Zeitgenossen, weshalb er nicht fehlen dürfte. Außerdem würde ich Earnest Hemingway einladen – als lebensnaher Genussmensch wusste er mit Sicherheit gutes Essen zu schätzen. Der Meeresforscher Jaques-Eves Cousteau hat mich schon als Kind inspiriert, weshalb auch er auf der Gästeliste steht. Er könnte mit dem Dalai Lama das Gemüse vorbereiten. Ich stehe dem Buddhismus sehr nahe, deshalb ist der Dalai Lama ebenfalls Teil meiner ausgewählten Kochgruppe. Auch Pablo Picasso würde ich einladen. Der Blick des Künstlers ist wichtig, um Dinge neu zu betrachten und andere Herangehensweisen zu entwickeln. Das gilt auch fürs Kochen! Damit das Küchenteam nicht nur aus Männern bestünde, würde ich die Fliegerin Elli Beinhorn dabei haben wollen. Durch ihr Vorbild habe ich gelernt, dass es nichts gibt, was man nicht lernen kann. Man sollte nie seine Träume aufgeben.


? Ihre nächsten Projekte und Aktionen?

! Ein großes Projekt, das ich seit längerem plane, ist die Eröffnung einer Kochschule in Griechenland. Im Epirusgebirge ist die ausgewählte Location in einem wunderschönen Olivenhain gelegen. Die Produkte dort bieten eine Vielfalt, die ich gerne allen Kochbegeisterten näher bringen möchte. Durch mein Projekt entdecke ich eine neue griechische Küche. Hier in Deutschland bin ich gerade im Hinblick auf das Aroma Pairing sehr daran interessiert, neue Kurse zum Thema Wein und Asia-Food zu entwickeln und freue mich auf alles, was kommt.

Danke Alo Theis für das tolle Interview. Wir freuen uns, demnächst hier über die Kochschule in Griechenland berichten zu dürfen.

Rezept: Zucchini gefüllt mit einer Champignon-Ziegenfrischkäse-Farce

Ergibt etwa 4 Portionen

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Zucchini gefüllt mit einer Champignon-Ziegenfrischkäse-Farce

Zutaten:

  • 2 Zucchini
  • 500 g frische Champignons
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Etwas Olivenöl
  • 150 g Ziegenfrischkäse
  • Pfeffer, Salz, Berbere (eine scharfe Gewürzmischung) und Thymian zum Abschmecken
  • Frischen Blattsalat, Tomaten und frischen Parmesan für die Anrichtung

Zubereitung:

  1. Die Zucchini in dünne Scheiben schneiden und salzen. 10 Minuten ziehen lassen, das Wasser abtupfen.
  2. Die Champignons sowie eine Zwiebel in sehr feine Würfel schneiden. Erst dann den Knoblauch hinzugeben und weiter braten. Wenn die Masse weich geworden ist und die Flüssigkeit verdunstet ist, den Ziegenfrischkäse untermengen und alles fein mit den Gewürzen abschmecken.
  3. Jeweils zwei der zuvor geschnittenen schmalen Zucchinistreifen über Kreuz aufeinander legen. Einen großen Esslöffel von der Füllung in die Mitte setzen und die Zucchinistreifen zu einem Päckchen zusammenfalten.
  4. Die Päckchen in einer Pfanne mit Öl anbraten bis sie von beiden Seiten goldbraun sind. Alternativ können die Zucchini-Pakete auch im Ofen gegart werden. Mit Salat und frischem Parmesan angerichtet sind die gefüllten Zucchini nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch ein Highlight

 

 

Alo Theis, seine Crew und die Kochbar Berlin finden Sie in der Joachim-Karnatz-Allee 47
Telefon:030 31987484

 

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