Joël Ellenberger und Daniele Tortomasi ziehen in das „Koch des Jahres“-Finale ein

Anfang April war es soweit.

Alle Anwesenden des Trendsetting-Events der Gastronomie in der Klosterkirche Hennef bejubelten die frisch gekürten Gewinner des 3. Vorfinales des Live-Cooking-Wettbewerbs „Koch des Jahres“

Joël Ellenberger vom Brenners Parkrestaurant in Baden-Baden landete auf Platz 1, dicht gefolgt von Daniele Tortomasi von der Schwarzwaldstube im Hotel Traube Tonbach Baiersbronn, der Platz 2 erreichte. Die beiden Kochtalente werden am 09. Oktober auf der weltweit größten Ernährungsmesse Anuga im Finale um den renommierten Titel kämpfen.

Die beiden jüngsten machen das Rennen

Fünf Stunden Zeit hatten die insgesamt sechs Kandidaten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Zubereiten ihres 3-Gänge-Wettbewerbs-Menüs. „Joël Ellenberger hat die stimmigste Menükreation präsentiert“ kommentiert der amtierende Koch des Jahres 2016 und Jurymitglied Stefan Lenz die Entscheidung. Der erst 23-jährige Demichef de Partie aus der Schweiz (Winterthur) überzeugte mit einer Vorspeise, bei der Topinambur als Hauptkomponente in verschiedenen Variationen zum Einsatz kam. Zum Hauptgang servierte Joël Ellenberger Zweierlei von der Taube und rundete das Menü mit seinem Dessert aus Manjari Zartbitter, Bitterorangengarten, Yuzusorbet, Limoncello, Hafer, Pinienkern-Nougatin, Bergamotte, Kaffir-Anglaise und Salzzitrone ab.

Der 23-jährige zweitplatzierte Daniele Tortomasi ist bereits aus der TV-Sendung „The Taste“ bekannt, bei der er es bis ins Halbfinale schaffte. Seinen Küchenstil beschreibt er selbst als bodenständig, wobei er die handwerkliche Präzision mit frechen Elementen und Aromen untermalt. Für ihre Leistung erhielten die Nachwuchsstars den „goldenen Schlüssel zum Finale“, ein vergoldetes Messer der Firma Friedrich Dick, sowie eine digitale Mikrowelle von Hauptsponsor Saro Gastro Products. Beim großen Finale am 09. Oktober auf der Anuga Köln werden Ellenberger und Tortomasi um den prestigeträchtigen Titel sowie Preisgelder in Höhe von insgesamt 14.500,-€ kämpfen.

Besondere Leistungen wurden mit vier Sonderpreisen ausgezeichnet
Die engagierten Sponsoren des Wettbewerbs vergaben beim Hennefer Vorfinale insgesamt vier Sonderpreise für besondere Leistungen. Für die Friesenkrone SJØ-Challenge war zum ersten Mal eine Publikumsjury gefragt, die den von den Kandidaten zusätzlich zum Wettbewerbs-Menü kreierten „Gruß aus der Küche“ mit SJØ, echtem norwegischen Matjes von Friesenkrone, bewerteten. Gewinner wurde Ronny Bell vom Weinhaus Uhle in Schwerin der sich über einen Restaurant-Gutschein im Wert von 500€. Freute.
Als Vorbild hinsichtlich der nachhaltigen Sterneküche brillierte Kochbuchautor Adrien Hurnungee, weil er beim Herstellen seines Menüs lediglich 138g Lebensmittelabfälle produzierte. Dafür wurde er von der United Against Waste Initiative ausgezeichnet und erhielt von Knorr Professional einen Hotel- und Restaurantgutschein.

Das beste Foodpairing mit Rum präsentierte Ivan Prieto Caneda vom Landhaus Kuckuck in Köln. Er gewann den Sonderpreis „The dish above and beyond” von Ron Zacapa, eine Geschenkbox des Premiumrums, die unter anderem eine Smoking Gun enthielt.

Den Sonderpreis für den „überraschendsten Dessertmoment“ konnte ebenfalls Joel Ellenberger für sich gewinnen und wird dafür von der Initiative Better Desserts Langnese/Service-Bund zum „Campus for culinary friends“ eingeladen.

Das Rahmenprogramm fesselte die Besucher
Von Bistrolution…
Die Klosterkirche Hennef bot eine einmalige Kulisse für das zum unkonventionellen Veranstaltungsort passenden Rahmenprogramms. Im Mittelpunkt standen revolutionäre Gastronomie-Konzepte, die mit traditionellen Regeln brechen. Die Radikalität mit der die zum Thema „Bistronomie“ geladenen Starköche ihre Konzepte und Kreationen präsentierten, nahm dabei im Laufe des Tages zu.

Maximilian Lorenz und Sebastian Franke machten den Auftakt und zeigten, wie sie mit den Kreationen ihres Streetfood-Restaurants Pigbull BBQ in Köln zwar der Etikette der Sternegastronomie, nicht jedoch der Qualität der Produkte den Rücken kehren.
Julia Sedefdjian vom Les Fables de la Fontaine Paris, mit 21 Jahren eine der jüngsten Sterneköchinnen Europas, reihte sich mit der Präsentation ihrer Philosophie in diesen Trend ein, wobei die Ungezwungenheit ihrer Kreationen durch trendige „Hipster“-Elemente repräsentiert wurde.

Ein absolutes Highlight des umfangreichen Rahmenprogramms war der Auftritt von Mariano Citterio und seinem Team aus dem Nobook in Barcelona. In einer 45-minütigen Bühnenshow fesselten Sie das Publikum nicht nur durch die gewagten Kombinationen und Präsentationen ihrer Gerichte, sondern ebenso mit einer unterhaltsamen Show.

… bis Sternegastronomie
Im Interview mit Barcelonas erstem und einzigen Dreisternekoch Paolo Casagrande aus dem Restaurant „Lasarte“ sowie in den Shows der iChefs Sebastian Frank Restaurant „Horvath“ aus Berlin und Cornelius Speinle vom Restauant „dreizehn sinne“ in Schlattingen in der Schweiz wurden deren Konzepte den neuen Trends der aktuellen Sterneküche gegenübergestellt. Mehrere Workshops sowie eine Talkrunde zum praktischen Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit in der Küche von der United Against Waste Initiative rundeten die Branchenveranstaltung ab.

Die Aftershow-Küchenparty lud nach der Preisverleihung ein, die vielen Eindrücke des Tages zusammen mit Fachkollegen der Gastronomie-Branche Revue passieren zu lassen. Sieben Spitzenköche, darunter die vier bisherigen „Koch des Jahres Finalisten“, sorgten für das leibliche Wohl am Abend.

Das vierte und für 2017 letzte Vorfinale findet am 12. Juni in der Elbarkaden Lounge in Hamburg statt.

Wir freuen uns schon auf das Finale auf der ANUGA in Köln und drücken allen Finalisten ganz fest die Daumen zum „Koch des Jahres 2017“.

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2017-05-29T09:00:42+00:00 29. Mai 2017|Kategorien: Goodies 4 Foodies, Storys|Tags: , , |0 Kommentare

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