Goldene Weihnachten mit Filetbraten im Blätterteig – mit Rezept

Die schönsten Erinnerungen an die Weihnachtszeit haben viel mit Essen zu tun: Gemeinsam Plätzchen und Lebkuchen backen, das Adventskaffeetrinken im Kerzenschein und natürlich das gute Essen während der Festtage.

Viele halten es Heiligabend einfach und beschränken sich beim Abendmahl je nach Region auf Kartoffelsalat mit Würstchen, Weißwürste mit Sauerkraut oder saure Zipfel. Am ersten oder zweiten Feiertag wird dann groß aufgetischt mit Gänsebraten, Kaninchen oder Karpfen. Als Foodie möchte man die Tradition manchmal ein wenig aufmischen, die alten Klassiker vom Staub befreien und durch neue Ideen wieder Glanz verleihen. Ein Blätterteig zum Braten könnte dafür genau der richtige Kandidat sein.

Tipp: Das Rezept lässt sich wunderbar auf die Anzahl der Gäste anpassen. Ein kleines goldenes Päckchen macht jeden satt und glücklich. Hübsch angerichtet auf dem Teller ist es leicht ersichtlich, dass dieses Rezept aus der feinen französischen Küche stammt.

Rezept: Filetbraten in Blätterteig

Zutaten pro Person:

  • 2 Scheiben Blätterteig
  • 150g Schweinefilet
  • 100g Champignons
  • 1 Schalotte
  • 1 EL frische Petersilie
  • Pfeffer
  • Salz
  • Etwas Milch

Zubereitung:

  1. Während der gefrorene Blätterteig auftaut, werden schon einmal die Champignons, die Schalotten und die Petersilie vorbereitet. Die Champignons werden vor dem Würfeln nur kurz abgeputzt, die Schalotten geschält und klein gehackt und die Petersilie sollte gewaschen, abgetropft und dann fein geschnitten werden.

Das Filetstück mit Salz und Pfeffer würzen und mit ein wenig Öl in die heiße Pfanne geben. Dafür eignet sich besonders hitzebeständiges Öl, wie Sonnenblumenöl oder auch Butterschmalz. Das Fleisch sollte von jeder Seite etwa zwei Minuten schön scharf angebraten werden, damit der wunderbare Bratengeschmack später gut herauszuschmecken ist. Das Fleisch erst mal beiseitelegen.
  2. Nun kann der Ofen, am besten mit Ober-/Unterhitze, auf 200°C vorgeheizt werden. Währenddessen werden die Schalotten und Pilze im vorhandenen Bratenfett angeschwitzt. Die Petersilie kommt als Letztes mit etwas Salz und Pfeffer hinzu. Die fertige Mischung abkühlen lassen.
  3. In der Zwischenzeit wird die Arbeitsfläche leicht eingemehlt und die zwei Scheiben Blätterteig aufeinandergelegt. Für ein kleines Päckchen sollten die Scheiben auf ein Maß von etwa 24 mal 18 cm ausgerollt werden.

In die Mitte des Teiges wird nun etwa die Hälfte der vorgesehenen Portion Pilzmischung verteilt. Diese bildet das Bett für unser Filet. Der Rest der Pilze wird auf das Filet und um die Seiten herum verteilt. Nun muss nur noch der Blätterteig gut verschlossen und angedrückt werden, damit er beim Backen nicht auseinanderfällt. Überschüssigen Teig abschneiden und zur Dekoration verwenden.

Mit der Naht nach unten finden die Päckchen Platz in einem guten Bräter, werden mit Milch bepinselt und harren 25 Minuten im Backofen aus.
  4. Nach dem Herausnehmen bekommen sie eine fünfminütige Verschnaufpause, in denen sich die Feuchtigkeit im Fleisch noch einmal verteilen kann, um anschließend von den entzückten Gästen verspeist zu werden.

 

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gusseisene Bräter

Tipp: Bratenprofis verwenden am liebsten gusseiserne Bräter während für die ersten Gehversuche durchaus Produkte aus Edelstahl oder Aluguss geeignet sind.

Das Besondere am gusseisernen Modell ist, dass es bei richtiger Pflege ein lebenslanger Küchenbegleiter sein kann, dessen Ergebnis sich von Mal zu Mal verbessert. Dafür muss der Bräter eingebrannt werden, damit er die typische Patina und somit seine natürliche Antihaftbeschichtung erhält.

Vorher sollte er ordentlich mit Spülmittel abgewaschen und getrocknet werden, damit mögliche Produktionsrückstände vollständig entfernt werden. Zum Einbrennen benötigt man ein Fett wie Butterschmalz, das hohen Temperaturen gut standhält. Dieses wird mit einem Papiertuch auf der gesamten

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mit einem kleinen Stück Butterschmalz und Küchenpapier den Bräter einfetten

Innenfläche des Bräters und des Deckels verteilt. Bei 200°C wird es bis zum Rauchpunkt erhitzt und dann zum allmählichen Abkühlen herausgenommen. Nun ist der Grundstein für die Patina gelegt.

Bitte beachten: Deckel mit Kunststoffgriff gehören nicht in den Ofen. Hier kann dieselbe Prozedur auf der Herdplatte vorgenommen werden.

Danach darf der Bräter nicht mehr mit Spülmittel abgewaschen werden, da dies die Schutzschicht zerstört. Sollte es doch einmal nötig sein, kann das Einbrennen einfach wiederholt werden.

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