Besonders Feines vom Waldhotel Tann in Südtirol – „from nose to tail – mit außergewöhnlichen Fichtenrezepten

Im vier Sterne Waldhotel Tann in Collalbo Bozen, Italien, nimmt nachhaltiges Denken und Handeln einen sehr hohen Stellenwert ein.

Barbara und Markus Untermarzoner

Neben dem großen Angebot an umweltbewussten Alternativen, greifen die Inhaber des Hotels, Barbara und Markus Untermarzoner, unter anderem zu einem ursprünglichen und in der Geschichte der Landwirtschaft tief verwurzelten Prinzip: „from nose to tail“. Es geht um die restlose, vielfältige und damit nachhaltige Verwertung von dem, was Mutter Natur uns gibt. Dies eigentlich auf Tiere angewandte Prinzip funktioniert ebenso hervorragend, münzt man es auf die Verwertung pflanzlicher Produkte um.

Ganz im Sinne der Tann Philosophie verwertet man im Waldhotel vor allem die Fichte von der Nadel bis zur Wurzel.

Nachhaltig gesund entschleunigen
Um einen nachhaltigen Lebensstil zu verfolgen, braucht es Mut, Überzeugung und vor allem Hingabe zum Produkt. Im Hause Tann werden diese Grundsätze Tag für Tag aktiv aufs Neue umgesetzt. Als Mitglied der Organisation Slow Food Italien, kocht Barbara Untermarzoner bewusst gegen das weitverbreitete „schnelle Essen“ und fördert damit einerseits den Erhalt der regionalen Küche mit pflanzlichen und tierischen Produkten aus der Heimat, andererseits steigert sie auch das Genuss- und Nachhaltigkeitsbewusstsein ihrer Gäste. Nicht nur, dass durch den Slow-Food-Gedanken regionale Wirtschaftskreisläufe wieder gestärkt werden, auch der Respekt gegenüber dem, was Mutter Natur tributfrei gibt, wird in den Köpfen der Gesellschaft wieder größer. Jeder Mensch hat das Recht auf Genuss, doch nur die Wenigsten wissen, wie viel Persönlichkeit und Vielfalt tatsächlich in natürlichen Produkten stecken, die vielleicht auf den ersten Blick den Anschein manchen, charakterlich einfach gestrickt zu sein. Besonders die Flora birgt in diesem Zusammenhang vielversprechende Schätze.

Terasse Hotel Tann

Die Fichte – im Waldhotel Tann
Vor dem Hintergrund der restlosen Verwertung natürlicher Vorkommnisse rund um das Waldhotel spielt besonders die Fichte eine wichtige Rolle, da sie nicht nur kulinarisch, sondern auch im Bereich der Gesundheit, Wellness, und Deko vielseitig einsetzbar ist und somit restlos eingesetzt wird. Das hochgewachsene Kieferngewächs ist sowohl aufgrund seiner weitverbreiteten forstwirtschaftlichen Nutzung von großer Bedeutung als auch wegen seiner vielfältigen Verwendung der Nadeln, Zapfen und Zweige.

Die Wellness-Fichte
Taucht man ein in die Welt der Wohlfühloase des Waldhotels, so gibt es das allseits bei den Gästen beliebte Waldkräuterbad. Hierbei handelt es sich um ein Vollbad in einer Holzwanne. Der Hauptbestandteil des Kräuterbads sind Fichtennadelspitzen, welche Muskulatur und Sinne entspannen. Sie fördern die Durchblutung, dienen der Hautpflege und wirken schleimlösend. Der intensive Duft der Fichte lässt einen den Wald nicht nur riechen, sondern auch spüren.

Barbara Untermarzoner

Fichten-Kulinarik
Aus bloßen Fichtennadeln gewinnt Barbara Untermarzoner eines der wertvollsten Güter unserer Zeit: Die Rede ist von Honig. Nach traditionellem Rezept wird süßer Fichtennadelhonig hergestellt, der zudem käuflich zu erwerben ist. Doch die Fichte kann auch deftig: Die Gäste des Tann werden mit Fichtennadelpesto und Fichtennadelhalbgefrorenem verzaubert. Um den Fischgerichten ein intensives Aroma zu verleihen, werden diese stets mit den Zapfen der Fichte gebraten. Dürstet einem nach Erfrischung, eignet sich am besten ein Glas Lodenmoor-Quellwasser mit einem Fichtenzweig versehen. Dieser Energiebringer wird im Waldhotel stets als Begrüßungsgetränk gereicht. Beim Genuss des aromatisch nach Fichte schmeckenden Quellwassers vom benachbarten Lodenmoor, wird dem Körper die verlorengegangene Kraft vollumfänglich zurückgegeben.

Panoramablick

Fichten-Deko und Tann Philosophie
Doch die Fichte ist nicht nur in der Küche und im Wellness-Bereich zu Hause. Vor allem ist das Kieferngewächs Teil der Tann-Philosophie. Wohin man schaut, befinden sich liebevoll dekorierte Fichtenzweige und –zapfen, die einerseits dem Deko-Zweck dienen, andererseits auch die Bedeutung von Gesundheit, Natur und Erholung tragen. So hat die Fichte ihren festen Platz im Leitgedanken des Waldhotel Tann – „Licht – luftig – g´sund“.
Für unsere Leser haben uns die Macher im Hotel Tann einige außergewöhnliche, delikate Rezepte verraten.

Rezepte:

Ein DIY aus dem Hause Tann – zuckersüßer Fichtennadelhonig

Zutaten: für ca. ½ kg Honig benötigt man

  • ½ kg Fichtenspitzen –
  • 1 l Wasser
  • 1 kg Rohrzucker

Zubereitung:

  1. Die Fichtenspitzen im Wasser aufkochen, vom Herd nehmen und über Nacht ziehen lassen.
  2. Abseihen, die Fichtenspitzen wegwerfen, den Rohrzucker in die Flüssigkeit mischen, unterrühren und kurz erhitzen.
    Abkühlen lassen. – Das Erhitzen und Abkühlen so lange wiederholen, bis die Konsistenz von Honig erreicht wird.
  3. Den fertigen „Honig“ warm in Gläser abfüllen und an einem dunklen Ort stehen lassen Schmeckt ausgezeichnet auf dem morgendlichen Butterbrot Fertig ist das Wundermittel.
  4. Hilft vor allem bei Erkältungskrankheiten. Einen Teelöffel von dem Honig im Mund zergehen lassen, oder in eine Tasse Tee geben, hilft erstaunlicherweise relativ schnell.

 

Pesto aus Fichtennadelspitzen

Zutaten:

  • 60 g Fichtennadelspitzen, jung
  • 60 g Petersilie
  • 20 g Sonnenblumenkerne
  • 50 g Parmesan, gerieben
  • 400 ml Rapsöl
  • Etwas Salz
  1. Zubereitung:Fichtennadelspitzen zupfen und waschen, mit Küchenpapier trocknen.
  2. Alle Zutaten in einen Becher geben und mit dem Pürierstab oder „Cutter“ ganz fein aufmixen. Es wird eine wunderbare, grüne Paste, mit dem Geschmack von Wald.

Anmerkung
Im Kühlschrank 10-14 Tage lagerfähig, eignet sich auch gut zum Tiefkühlen und ist damit längerfristig gut einsetzbar. Kann auch als kalte Sauce für diverse Nudel- und Gnocchigerichte usw. eingesetzt werden.

Spezial-Tipp:  Als Brotaufstrich mit gekochter Kartoffel pürieren, oder mit Frischkäse mischen.

 

Halbgefrorenes aus Fichtennadelhonig

Zutaten:

  • 4 ganze Eier
  • 4 Eigelbe
  • 200 gr. Fichtennadelhonig (Rezept siehe oben)
  • ½ Liter Sahne

Zubereitung:

  1. Eier und Eigelb in eine Rührschüssel geben und ganz fest aufschlagen, dann den Honig einfließen lassen und weiterschlagen bis eine luftige, verdoppelte Masse entsteht.
  2. Sahne nicht zu steif schlagen und unter die Eiermasse heben.
  3. Die Masse in eine Form oder in mehrere kleine Formen gießen und in den Tiefkühler stellen. Das Halbgefrorene mindestens 8 Stunden gefrieren lassen.

Das Hotel Tann finden Sie:
Tannstraße, 22, 39054 Collalbo Bozen, Italien
Telefon: +39 0471 356264

 

 

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