Arabica-Kaffee: Ein Zeichen für Qualität oder viel Lärm um nichts?

Jeder Deutsche schlürft im Jahr 149 Liter Kaffee, kein Getränk erfreut sich größerer Beliebtheit.

Seit vielen Jahren suggeriert die Werbung für Kaffee beispielsweise, dass das Prädikat „100 Prozent Arabica“ für besonders hohe Qualität steht. Doch was ist dran an dem kometenhaften Aufstieg des angeblichen Gütesiegels?

Wahr ist, dass Arabica zwar über eine enorme Aromenvielfalt verfügt, welche sich in der Regel durch eine gewisse Säurenote im Kaffee bemerkbar macht. „Doch genau da liegt das Problem, denn ein guter Espresso sollte möglichst wenig Säure haben“, erklärt Till Robert, Geschäftsführer der Zuiano Coffee GmbH in Bremen, Hersteller für Nespresso®-kompatible Kaffeekapseln. Kenner erwarten von der perfekten Espresso-Bohnen-Mischung daher einen gewissen Anteil an Robusta-Kaffee. Der schmeckt rauchig, malzig und toastig und liefert dadurch nicht nur die nötige Intensität, sondern trägt auch zu einer optimalen Cremabildung bei.

Italiener gehen dabei sogar noch einen Schritt weiter: Sie bevorzugen kräftigen Espresso mit einem größeren Anteil an Robusta-Bohnen. Hinzu kommt, dass „100 Prozent Arabica“ zwar Aufschluss über die Bohnensorte, nicht aber über die Qualität gibt, denn es gibt eben auch qualitativ schlechte Arabicas. „Beim Kauf von Wein trifft die Entscheidung für weiß oder rot ja auch noch keine Aussage über die Güte. Ganz ähnlich verhält es sich mit Kaffee: Arabica allein steht noch nicht für vollendeten Kaffeegenuss“,  sagt Till Robert.

2017-09-04T09:29:11+00:00 13. November 2013|Kategorien: Goodies 4 Foodies, Lebensmittel, Storys|Tags: , , , , , , , , , |0 Kommentare

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